"Ich bin ein Turnschuh-Mensch"

Die neue Miss Sachsen, Anastasia Aksak, ist unkompliziert und bodenständig. Bei der Wahl setzte sie sich schon frühzeitig von den Mitbewerberinnen ab.

Zwickau.

Die neue Miss Sachsen ist privat nicht so, wie man sich eine Schönheitskönigin vorstellt. Immer topgestylt und geschminkt? - Fehlanzeige! Anastasia Aksak mag es natürlich. "Ich bin ein Turnschuh-Mensch. Und bevor ich zum Bäcker gehe, stehe ich nicht drei Stunden vor dem Spiegel", sagt die 21-Jährige. Sie hat in Zwickau eine kleine Wohnung und gerade das dritte Semester ihres Marketing-Studiums begonnen. Dass sie ausgerechnet in Zwickau studiert, hat ganz pragmatische Gründe. Zum einen ist die Westsächsische Hochschule diejenige mit der kürzesten Fahrzeit zu ihren Eltern nach Thüringen. Zudem haben die Studenten hier noch persönliche Kontakte zu den Professoren. "In anderen Hochschulen ist man oft nur eine Matrikelnummer", meint die Studentin. Und sie mag das viele Grün in der Stadt.

Aufgewachsen ist sie in Leipzig und hat dort noch viele Freunde. Zu Hause ist sie jedoch in Neubraunshain (Altenburger Land) bei ihren Eltern und zwei jüngeren Brüdern - einer echten Multikultifamilie, die zugleich historische Entwicklungen widerspiegelt. Ihr Vater ist Türke, ihr Großvater kam einst als Gastarbeiter nach Berlin. Die Mutter ist gebürtige Russin, deren Mutter wiederum mit dem russischen Militär nach Leipzig kam.

Den Anstoß für die Teilnahme an der Miss-Sachsen-Wahl gaben zwei Freundinnen. Aber auch sie selbst wollte einmal diese Erfahrung machen. Sich vor Publikum zu zeigen, ist Anastasia Aksak gewohnt. Sie hat Erfahrung als Model, war einige Zeit bei einer Leipziger Agentur und weiß daher, wie man sich am besten zur Geltung bringt. Die Wahl war für sie deshalb keine besondere Herausforderung, und sie setzte sich im Wettbewerb schon frühzeitig von den zehn Mitbewerberinnen ab. "Sie war meine Favoritin und hatte von den Bewerberinnen das meiste Potenzial", sagte Jurymitglied Sandra Hodik, Chefin der Chemnitzer Agentur Valentin-O-Models.

Als Miss Sachsen wird Anastasia Aksak im kommenden Jahr viel reisen. Das gehört ohnehin zu ihren Lieblingsbeschäftigungen, genauso wie ihr Hund Mavi - und Sport. Dafür benötigt sie kein Studio. Als Fitnesstrainerin kennt sie viele alternative Workouts und trainiert ohnehin am liebsten zu Hause.

Und hat sie auch Ambitionen auf die Titel Miss Germany oder gar Miss World? "Miss Germany interessiert mich, es ist aber kein Lebenstraum", sagt die bodenständige junge Frau. Einen ersten Einblick in die Wahlen erhält sie im Februar. Dann bereiten sich die Kandidatinnen aus allen Bundesländern drei Wochen lang in München darauf vor.

Nach dem Studium möchte Anastasia Aksak einmal im Marketing arbeiten. Das ist ein festes Ziel. Ansonsten lässt sie alles auf sich zukommen: "Ich habe keinen Lebensplan und lebe bewusst. Jeder Tag wird Entscheidungen beeinflussen."

Bewertung des Artikels: Ø 1 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...