Kandidat plus 51 Namen erscheinen auf Stimmzetteln

Trotz kurzfristiger Wahlwerbung blieb der AfD-Kandidat chancenlos

Wilkau-Haßlau.

Bei den Bürgermeisterwahlen am Sonntag in Wilkau-Haßlau haben die Wähler insgesamt 51 Namen zusätzlich zum einzigen Kandidaten Stefan Feustel (CDU) auf die Stimmzettel geschrieben. Das sagte Wahlleiterin Manuela Göckeritz. Die Wahlberechtigten durften einen Kandidaten ihrer Wahl auf dem Stimmzettel vermerken, da es nur einen Bewerber gab. Daher hatte sich offenbar auch der gerade in den Stadtrat gewählte Dietmar Kallweit (AfD) Chancen ausgerechnet. Er hatte am Freitag vor der Abstimmung Flyer verteilen lassen, auf denen er sich als Alternative anbot. Der große Erfolg blieb jedoch aus. Er bekam 120 der insgesamt 260 Stimmen, die auf zusätzlich eingetragene Personen entfielen. Die meisten von ihnen bekamen weniger als fünf Stimmen. Bürgermeister Stefan Feustel wurde mit 1519 Stimmen im Amt bestätigt.

In den meisten Fällen haben die Personen, die nachträglich auf den Stimmzetteln eingetragen werden, kaum eine Chance, gewählt zu werden. Lediglich in Hartmannsdorf war das schon anders. Dort wollte 2008 die langjährige Bürgermeisterin Kerstin Nicolaus (CDU) nach eigenen Angaben nicht mehr antreten. Kurz vor der Wahl tauchten Briefe auf, die den Wählern das Prozedere mit dem zusätzlichen Namen erklärte. Die Folge: Nicolaus wurde zur Bürgermeisterin gewählt, ohne überhaupt kandidiert zu haben.

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