Kirchberg sichert sich Vorkaufsrecht

Die Stadt möchte der Cunersdorfer Wehr ein Gerätehaus bauen. Als Grundstück hat sie den alten Gasthof "Grüne Laube" im Auge.

Kirchberg.

Die Stadt sichert sich ein Vorkaufsrecht für den alten Gasthof "Grüne Laube" an der Kirchberger Straße in Cunersdorf. Einen entsprechenden Beschluss hat der Kirchberger Rat gefasst. Es handelt sich um ein 2600 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem perspektivisch ein Ersatzneubau für die Cunersdorfer Feuerwehr gebaut werden soll.

Nach Informationen der Verwaltung sind die örtlichen Gegebenheiten für die im Jahr 1927 gegründete Cunersdorfer Ortsfeuerwehr, die ihr Gerätehaus an der Kirchberger Straße 27 a hat, derzeit nicht optimal. Die Wehr hat sich dort in ein altes Industriegebäude eingemietet. 1998 wurden nur bedingt Anpassungen an die Bedürfnisse der Wehr vorgenommen, heißt es. Auch die Freiflächen entsprechen nicht den Anforderungen an eine freiwillige Feuerwehr, es fehlt an Parkplätzen für die Einsatzkräfte. Am 1. Januar 2027 läuft der Pachtvertrag für die Cunersdorfer Kameraden, deren Einsatzabteilung 18 Mann stark ist, aus. Wie ein möglicher neuer Pachtvertrag aussehen könnte, weiß derzeit noch keiner. Zudem sind Instandsetzungsarbeiten nötig, sogar Umbauarbeiten müssten zeitnah vorgenommen werden. Es gibt keine Duschen, und die Umkleideräume haben nur ungenügend Sicherheitsabstand zu den Fahrzeugen. Das widerspreche den Unfallverhütungsvorschriften des Landes Sachsen. Für zwei neue Feuerwehranhänger, die aus Brand- und Umweltschutzgründen angeschafft werden mussten, fehlen zudem Abstellmöglichkeiten. Aus diesen Gründen sucht die Stadt schon lange nach einem anderen Standort.

Bei dem neuen handelt es sich nach Angaben von Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler) um den alten Gasthof "Grüne Laube". "Das Gebäude ist schon sehr, sehr lange baufällig", sagte sie. Die Stadt mühte sich bereits, es zu einem symbolischen Preis zu kaufen, um es abzureißen. Bisher hatte sie allerdings kein Interesse an dem gesamten Grundstück. Nun gebe es aber einen weiteren Interessenten.

Obst zufolge sei mit dem nun einstimmig erfolgten Beschluss des Stadtrates noch lange kein Kauf des Grundstücks geplant. Ziel bleibe der Abriss, zuvor soll aber geprüft werden, ob dafür Fördermittel fließen.

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