Künstlergruppe erinnert an das Auffliegen des NSU vor neun Jahren

Die Gedenkbänke, die an die Opfer des NSU erinnern, haben am Mittwoch kurzzeitig wieder die Blicke von Passanten am Zwickauer Schumannplatz auf sich gezogen. Auch Oberbürgermeisterin Constance Arndt (im Foto) hielt davor inne. Die von der anonymen Zwickauer Künstlergruppe "Sternendekorateure" gestalteten Bänke standen dort aber nur zwischen 14 und 17 Uhr, bevor sie für das FSV-Heimspiel gegen Türkgücü München vor das Zwickauer Stadion weiterzogen. Die Künstlergruppe will auf den neunten Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU hinweisen. Am 4. November 2011 explodierte das Haus in der Frühlingsstraße in Zwickau-Weißenborn, in dem das Trio seinen Unterschlupf hatte. Die Gedenkbänke waren am 4. November 2016 erstmals auf dem Schumannplatz zu sehen und sorgten bundesweit für Schlagzeilen, weil sie von Unbekannten beschädigt wurden. Dadurch aber ist in Zwickau eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem NSU erst in Gang gekommen. (ael)

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