Kunst - im weitesten Sinne

In Mülsen St. Niclas kommen mehrere Chöre zusammen und gestalten ein abwechslungsreiches Programm. Auf der Kunstplantage in Zwickau wird ein besonderes Bingo gespielt. Ein Künstler verbindet Bronze und Holz.

Sechs Chöre aus dem gesamten Kreisgebiet standen am Sonnabend beim Sommerfest des Mülsener Heimatvereines auf der Bühne der Vereinshalle in Mülsen St. Niclas. Moderiert wurde die Veranstaltung, die ihre 22. Auflage erlebte, von Klaus Richter. "Das Chorkonzert führen wir allerdings erst zum elften Mal durch. Trotzdem ist es meiner Meinung nach einer der schönsten derartigen Veranstaltungen, die wir hier im Mülsengrund haben", sagte der 71-Jährige. Seiner Einschätzung nach ist das Niveau der Dar- bietungen im Verlauf der Jahre spürbar gestiegen. Gründe dafür sieht er unter anderem darin, dass sich zu dem Chorkonzert Gleichgesinnte einfinden, die alle Spaß am Singen haben und ebenso gerne die Auftritte der anderen Chöre verfolgen. Dafür, dass trotz des herrlichen Sommerwetters nicht im Freien gesungen wurde, hatte Klaus Richter eine durchaus nachvollziehbare Erklärung. "In Sachen Wetter haben wir in den zurückliegenden Jahren schon so ziemlich alles erlebt. In der Halle sind wir immer auf der sicheren Seite. Außerdem empfinde ich dort die Akustik besser, als un- ter freiem Himmel", so Klaus Richter. (awo)

Lisanne Klemet (42), Erzieherin, leitet seit einem Jahr die Fremdsprachen-Kita "Rainbow" in Wildenfels. Ausgerechnet in diese Zeit fiel jetzt eine umfangreiche Sanierung. Die Heizung wurde von Nachtstrom- auf Gas- betrieb umgestellt, und für Warmwasser sorgt jetzt eine auf dem Dach installierte Solaranlage. Mehr als 100.000 Euro hat die Kommune dafür investiert. Während der Zeit der Bauarbeiten mussten die 90Mädchen und Jungen, die in der Kindertagesstätte betreut werden, ihre gewohnte Umgebung für fünf Wochen verlassen. Als Übergangsdomizil bezogen sie unter anderem das ehemalige "Kinderidyll" in Härtensdorf. "Vor zwei Wochen sind wir alle wieder hier eingezogen. Am Freitag haben wir uns mit einem kleinen Fest bei allen bedankt, die dazu beigetragen haben, dass die Arbeiten und das ganze Drumherum so toll über die Bühne gegangen sind", sagte Lisanne Klemet. Sie fügte hinzu, dass auch der Träger den Einrichtung, die Gesellschaft zur ganzheitlichen Bildung, die Gelegenheit der leeren Kita genutzt hat, um gleich noch einige Dinge im Innen- und Außenbereich zu verschönern und den Steppkes den Aufenthalt damit noch angenehmer und abwechslungsreicher zu gestalten. (awo) The Assasinator, Brad "Poser" Michaels, Big Saw Larry und Candy Cutie haben am Samstag für den richtigen Umgangston auf der Kunstplantage in Zwickau gesorgt. Werktags unter anderem Namen alles ganz nette Menschen, sorgten sie unter ihren Kampfnamen beim ersten Wrestling-Bingo dafür, dass die gepflegte Beschimpfung nicht zu kurz kam, dass manch ein Witz sauber auf Mattenniveau landete, und dass das Publikum - wie bei Wrestlingabenden üblich -jede Menge zu klatschen und zu buhen hatte. Das einzige, was fehlte, waren harte Kämpfe - statt dessen zogen die vier Stars in Bunt die Bingozahlen für die rund 30 Gäste im Publikum. Das konnte hochwertige Preise gewinnen. Also, eigentlich nur Preise. Also noch eigentlicher waren auch die nicht ganz ernst gemeint. Auf jeden Fall war es ein knallbunter Auftakt für eine spektakuläre Veranstaltungsreihe. (sth)

Markus Gruner (51) gestaltet die aktuelle Sonderausstellung "Aes et Lignum" in der Schlossgalerie in Wildenfels - Eröffnung war am Freitagabend. In einem Teil seiner Schau widmet sich Gruner der Xerografie, einer Trockendrucktechnik, in einem zweiten Ausstellungs- bereich zeigt er Kunstwerke, aus Bronze und Schiefer beziehungsweise Bronze und "gelebtem Holz". Ein Beispiel für dieses Material ist die Verwendung eines Holzbalken- abschnittes, der aus einem alten Abrisshaus stammt. Insgesamt präsentiert Markus Gruner circa 30Kunstwerke in der Wildenfelser Schau, zu der die Laudatio der Werdauer Künstler Jürgen Szajny gehalten hat, den Gruner bereits seit mehr als 15 Jahren kennt. Die meisten Arbeiten, die Markus Gruner in der aktuellen Ausstellung zeigt, sind hochformatig. Und so verwundert es nicht, dass er sein Kunstwerk "Der Schwarm" als ein besonderes bezeichnet - "weil es ein Querformat ist". Die meisten Ideen für seine Arbeiten findet er in der Geschicht bis zurück in die Antike, sagt er. Markus Gruner wurde in Stollberg geboren, lebte später in Gersdorf - dort war er im selben Kunstverein Mitglied wie Heinz Tetzner (Maler und Grafiker des Expressionis- mus) und wohnt seit 2003 in Chemnitz. (rpk)

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