Majestät ist nicht zimperlich

Auf dem Gelände der Cunersdorfer Fischzucht Schröder ist am Samstag der Startschuss für die diesjährige Karpfensaison im Freistaat gefallen.

Cunersdor.

Zimperlich darf man als sächsische Fischkönigin keinesfalls sein. Das stellte die amtierende Majestät, Sarah Appenfelder, am Sonnabend bei der Eröffnung der sächsischen Karpfensaison in Cunersdorf eindrucksvoll unter Beweis. Lächelnd hielt sie nicht nur gekonnt den einen oder anderen prächtigen Karpfen vor die Linsen der Kameras, sondern sie war immer auch ganz nahe am Geschehen. Und das, obwohl die frisch abgefischten Karpfen zappelten und dabei auch schon mal eine ordentliche Portion Teichschlamm verspritzten. "Das gehört einfach dazu. Mir macht das auch nichts aus. Allerdings kann so ein glitschiger Karpfen mit der Zeit in der Hand doch ganz schön schwer werden", sagte sie. Sarah Appenfelder ist die 16. Majestät, die den Landesfischereiverband repräsentiert. Mit Fisch hat die Steuerfachangestellte im Berufsalltag kaum zu tun. Augenzwinkernd meinte sie jedoch: "Irgendwie fischen wir doch alle im Trüben, oder?"

Im Trüben fischen war am Sonnabend auf dem weitläufigen Gelände des Fischereibetriebes Schröder im Übrigen nicht angesagt. Vielmehr herrschte dort Volksfeststimmung. Speziell bei den Jüngsten stand die Möglichkeit, lebende Fische anzufassen, ganz hoch im Kurs. "Ich habe noch nie einen Fisch gestreichelt. Das ist cool", meinte der siebenjährige Paul aus Zwickau. Der Steppke war in Begleitung seiner Großeltern zum Fischerfest nach Cunersdorf gekommen und vom ganzen Drumherum hellauf begeistert. "Es ist schön, dass hier nicht nur Verkaufsstände stehen, sondern Besucher auch Einblicke in denn Alltag eines solchen Betriebes erhalten", sagte Holger König. Der 39-Jährige reiste mit seiner vierköpfigen Familie extra aus Chemnitz an. Alfred Schröder, der viele Jahre an der Spitze des Cunersdorfer Familienunternehmens stand, ging davon aus, dass am Sonnabend rund eine Tonne Karpfen geerntet werden konnte. Sachsenweit liegen die Schätzungen des Fischereiverbandes bei etwa 1700 Tonnen, ähnlich wie im vergangenen Jahr.

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