Mehr als nur kalter Kaffee

Ein Experte für Kaffee bereichert das Altstadtfest. Eine junge Sportlerin vertritt Westsachsen in Argentinien. 53-Jährige leitet nun das Meisterhaus.

Bernd Feustel (70), Vorsitzender des Vereines "Porzellan und" Kaffeetradition, erklärte am Samstag den Besuchern des Kirchberger Altstadtfestes, dass kalter Kaffee voll im Geschmackstrend liegt. "Das kommt - wie könnte es bei so einer verrückt anmutenden Idee auch anders sein - aus den USA. Das Besondere daran ist, dass der Kaffee nicht etwa gebrüht und im Anschluss abgekühlt wird. Nein, der Kaffee wird richtig mit kaltem Wasser angesetzt. Richtwert sind 100 Gramm gemahlener Kaffee auf einen Liter Wasser. Nach zehn bis 16 Stunden im Kühlschrank ist er dann fertig und kann getrunken werden", sagte er.

Und wer den Kaffee dann doch lieber heiß genießen möchte, könne ihn immer noch in der Mikrowelle auf Trinktemperatur bringen. "Wenn der Kaffee kalt angesetzt wird, hat er übrigens den Vorteil eines deutlich geringeren Koffeingehaltes", sagte Bernd Feustel. Der Kaffeeexperte muss es wissen, denn er entdeckte schon im Jahr 2000 sein Herz für Kaffeekannen. Inzwischen stehen im 1. Sächsischen Kaffeekannenmuseum, das er im Gasthaus "Zur Krone" in Heinrichsort betreibt, rund 3500 dieser Behältnisse. (awo)


Mandy Ehlert (53), Journalistin und Pädagogin, ist seit Anfang Oktober das neue Gesicht im Kirchberger Meisterhaus. Neben der Leitung der dort untergebrachten Stadtbibliothek fallen noch weitere Aufgaben in ihre Zuständigkeit. So soll sie als Bindeglied zur Stadtverwaltung die im Haus untergebrachten Vereine koordinieren, Veranstaltungen organisieren, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit aber auch die Vermarktung des Meisterhauses mitgestalten.

"Ich verfüge auf diesem Gebiet bereits über umfangreiche Erfahrungen, habe unter anderem in Chemnitz und Dresden ähnliche Häuser mit aufgebaut", sagte sie. Die vergangenen 20 Jahre arbeitete sie in Berlin, wollte aber früher oder später ins heimische Chemnitz zurück. Deshalb bewarb sie sich um die Stelle in Kirchberg. Wichtig war ihr auch, viel Umgang und Kontakt mit Menschen zu haben. "Ich freue mich ungeheuer, hier im Meisterhaus arbeiten zu dürfen. In seiner Gesamtheit ist das Haus aus meiner Sicht ein großes Geschenk für die Stadt und ihre Einwohner", sagte Mandy Ehlert. (awo)


Annett Lang, ehemals Kannhäuser, Pressesprecherin des Zwickauer August-Horch-Museums, hat geheiratet. "Wir sind mit einem aktuellen Modell der Horch-Firma mit den vier Ringen auf die Wartburg gefahren, haben dort traumhafte Tage verlebt und uns im dortigen Jägerzimmer getraut. Und weil zu einer Familie nach meiner Auffassung ein Familienname gehört, habe ich trotz Pressesprecher-Job und dadurch bedingtem Erklärungsaufwand seinen Namen angenommen. Mein Mann ist schon seit geraumer Zeit als Einwohner von Zwickau gemeldet, arbeitet aber nach wie vor im vogtländischen Oelsnitz", sagte die Museumsmitarbeiterin, die am Freitagabend mit dem Stück "Go Trabi Go" in der Comödie Dresden ihren zweiwöchigen Urlaub begann. Doch zuvor verschickte sie ihre erste Pressemitteilung als Annett Lang. (lth)


Emily Enochs (17), die große Tochter von FSV-Trainer Joe Enochs, ist mit der Nationalmannschaft im 3x3-Basketball am Sonntagnachmittag in Buenos Aires (Argentinien) erfolgreich in die 3. Olympischen Jugendspiele gestartet. Unter den Augen von DBB-Vizepräsident Stefan Raid, der als stellvertretender Chef de Mission für die deutsche Delegation zuständig ist, wurde das Auftaktspiel des Pools A im Parque Mujeres Argentinas von Puerto Madero gegen Rumänien mit 18:16 gewonnen. Im zweiten Spiel musste sich die DBB-Auswahl dem favorisierten Asienmeister China mit 12:18 beugen. Am Donnerstag trifft das Team auf Iran und Ungarn. "Wir werden bis dahin auf jeden Fall intensiv trainieren, aber auch viel von anderen Sportarten sehen", verriet Emily Enochs. (tc)


Steffen Ludwig, Rathauschef der Gemeinde Reinsdorf, war drei Tage mit einer Gruppe des Gemeinde- und Schöffenrates der luxemburgischen Gemeinde Flaxweiler unterwegs. "Die Kontakte gehen auf internationale Tischtenniswettkämpfe zurück. Zunächst auf privater Ebene, später zwischen den Wehren", so Ludwig. Denn der damalige Gemeindewehrleiter Roger Barthelmy ist heute Bürgermeister.

Er und Ludwig wollen die Kontakte nun auf kommunaler Ebene vertiefen. Darauf haben sich beide während des Aufenthaltes in Westsachsen geeinigt. So lernte die Delegation unter anderem die Kita "Anne Frank" kennen. Zudem fanden eine Rundfahrt durch die Ortsteile und ein geselliges Treffen mit mehr als 100 geladenen Gästen im Rüst- und Freizeitheim "Lutherhöhe" in Vielau statt. Nicht zuletzt hatten die Gäste aus Luxemburg einen Ausflug nach Zwickau und Dresden unternommen. Beide Gemeinden wollen in den nächsten Jahren auch Begegnungen für die jungen Leute initiieren. (jwa)


Ellen Haddenhorst-Lusensky, in Wilkau-Haßlau lebende Sängerin und Gesangspädagogin, bewies am Freitagabend, dass man als Künstler sogar aus einem komplizierten Namen Kapital schlagen kann. "Ich heiße Eva Ellen Haddenhorst-Lusensky, kann mir aber als Blondine diesen langen Namen nicht merken", so kündigte sie sich zum Werdauer Kürbiszauber an und hatte sofort auch diejenigen für sich gewonnen, die die quirlige Künstlerin bis jetzt vielleicht noch nicht kannten.

Ihren Auftritt hatten die Werdauer dem Inhaber des Fischmarktes zu verdanken. "Mathias Scheibner hat mich gefragt, ob ich bereit wäre, spontan auch vor dem Publikum auf dem Markt aufzutreten, ich habe sofort zugesagt. Fast wäre mein Auftritt aber wegen streikender Technik ins Wasser gefallen. Zum Glück konnte mir Willie Völkel von der Werdauer Band Still Trees schnell helfen", sagte die Gesangspädagogin, die den jungen Musiker schon als Musikschüler kannte. (lth)

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