Mietvertrag gekündigt: Corona-Praxis muss Zwickauer Ärztehaus verlassen

Die Stadtmission kündigt drei Medizinern im Ärztehaus im Stadtzentrum die Räume. Darunter eine Coronaschwerpunktpraxis, deren Chefin nun vor unlösbaren Problemen steht.

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1212 Kommentare
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  • 7
    3
    Chiemsee
    11.01.2021

    @saxon1965: der soziale Zweck muss aber auch verwaltet werden. Und da schließt sich wahrscheinlich für den "christlichen " Sozialverband wieder der Kreis. Christliche Marktwirtschaft eben. Ich glaube auch nicht, dass die Stadtverwaltung diesbezüglich irgendetwas erreichen wird.

  • 11
    3
    Schwanenteichanwohner
    11.01.2021

    bitte kein allgemeines Christen-/Kirchen-bashing!
    Die Stadtmission ist hinter der Fassade ein (bevorteiltes) Wirtschaftsunternehmen im Markt der Wohlfahrtspflege.
    Aus meiner Sicht graben die Verantwortlichen sich mit den Kündigungen (schon vor 2 Jahren traf es die Ergotherapie) das Wasser selber ab, denn der hauseigene Pflegedienst (und weitere Bereiche) haben sicher keinen Nachteil, wenn die im Haus befindliche Ärztin Patienten einen Pflegedienst / andere Ansprechpartner empfiehlt...
    Aber lieber Büros für den Wasserkopf statt Mieteinnahmen - und dann wieder aufgrund roten Zahlen den Mitarbeitern Gehaltsbestandteile kürzen...

  • 20
    2
    saxon1965
    11.01.2021

    "Das Ärztehaus wurde nach Rathausangaben 1994 von der Stadt an die Stadtmission auf die Dauer von 99 Jahren in Erbbaurecht übertragen, damals für medizinische und soziale Zwecke."
    Wenn das jetzt umgenutzt werden soll, zum Verwaltungsgebäude, dann könnte doch die Stadt ein Sonderkündigungsrecht gegenüber der Stadtmission haben?

  • 21
    2
    VBSASZ
    11.01.2021

    Es ist schon erschreckend, wo hier das christlich soziale auf der Strecke bleibt. Es trifft ja nicht nur die Hausärztin. Es sind ja auch ein Augenarzt, ein Chirurg, ein Hörgeräteakustiker und ein Orthopädietechniker.
    Für das Umbauen des jetzigen Ärztehauses in ein Verwaltungsgebäude der Stadtmission und dem eventuellen Umbauten im Altenheim ist genug Geld da? Ist das weniger als das, was durch den Wegfall für den Assistenzdienstes für gehandicapte Kinder im Schulalltag also 100.000,00 € fehlt?
    Bei uns schließt leider wieder eine Hausarztpraxis, weil kein Nachfolger in Sicht und heir wird eigentlich ohne Not so viel unnötig kaputt gemacht.
    Wie wird wohl das Weihnachtsfest bei so einem "tollen Geschenk" für die Betroffenen ausgesehen haben?

  • 24
    5
    devo666
    11.01.2021

    Entsetzen macht sich breit, dass es in dieser für alle Menschen herausfordernden Zeit der Pandemie und des Ärztemangels, keine moralischen Skrupel und christliche Bedenken gibt, die medizinische Betreuung unzähliger Menschen in Frage zu stellen.

    Ärzte, die sich überaus kompetent, selbstlos und engagiert im Dienste ihrer Patienten ihren immensen Tagesaufgaben stellen, werden mit einer Entscheidung der Stadtmission konfrontiert, die christliche Nächstenliebe und soziales Denken mehr als vermissen lassen

    Das gesundheitliche Wohl aller Menschen, besonders auch der Ärzte selbst, darf nicht finanziellen Beweggründen zum Opfer fallen.

  • 44
    5
    Wika1
    11.01.2021

    Wo andere Kommunen händeringend Ärzte suchen, werden sie in Zwickau auf die Straße gesetzt von einem "christlichen" Verein? Da reibt man sich "ungläubig" die Augen.

  • 34
    2
    penaum
    11.01.2021

    Was sagt denn die Stadt als Grundstückseigentümer dazu? In welchem Umfang wurden Auflagen für den Erbbauberechtigten erteilt sein Recht ausüben? Kann die FP mal hier nachfragen?

  • 57
    7
    Steuerzahler
    11.01.2021

    Jetzt soll man aber nicht sagen, dass das bei der Kirche etwas Neues ist, wenn es ums Geld geht! Wie ist denn die Kirche zu Macht und Reichtum gekommen? Doch sicherlich nicht mit Nächstenliebe und als Geschenk des Herrn!

  • 59
    6
    cn3boj00
    11.01.2021

    Armselig, dass einer der größten Arbeitgeber Westsachsens wie man sich selber rühmt nicht in der Lage ist, ein Ärztehaus als solches zu belassen und eine andere, geeignetere Immobilie zu finden. Eine christliche Mission sollte zuerst an die Menschen und erst dann ans Geld denken. Einmal mehr der Beweis, dass sich die Kirche mehr und mehr ins Aus manövriert. .

  • 62
    4
    nnamhelyor
    11.01.2021

    Ist der christlichen Stadtmission da etwa die Maske vom Gesicht gerutscht?

  • 82
    3
    Ilonka
    11.01.2021

    Soviel zu christlicher Nächstenliebe. Auch in der Kirche hat Geld das sagen.

  • 87
    6
    Hinterfragt
    11.01.2021

    Nun, man kann sehen -- wenn's ums Geld geht, ist's auch mit der Nächstenliebe nicht mehr weit her ...