Millionen für die "Plane"

Die Becken im Strandbad Planitz brauchen eine neue Verkleidung. Dazu müssen die Stadträte über eine hohe Investition befinden.

Zwickau.

Im Durchschnitt nutzen in einer Saison 62.000 Badegäste für ihr Freizeitvergnügen das Strandbad Planitz. Weil der Wetterdienst heißere Sommer vorhersagt, geht man bei der städtischen Bäder GmbH mittelfristig von einer längeren Saison und einer intensiveren Nutzung der insgesamt 2800 Quadratmeter großen Wasserfläche aus - höhere Einnahmen inklusive. Zuvor allerdings muss die Stadt selbst noch einmal kräftig investieren.

Schwachpunkt sind die fünf Becken. Vor allem deren Verkleidungen entwickeln sich zum Sorgenkind. Bereits jetzt müssen vor jeder Saison etwa fünf Prozent der Keramikfliesen erneuert werden, heißt es in einer aktuellen Information für die Zwickauer Stadträte. Das kostet jeweils etwa 50.000 Euro für Material und den Einbau durch Fachfirmen. Für die Zukunft wird damit gerechnet, dass Instandhaltung und Reparaturen noch teurer werden. Damit steigt gleichzeitig das Risiko, dringende Arbeiten während der Sommermonate ausführen und dabei zumindest einen Teil des Bades schließen zu müssen.

Dieses Risiko will man im Bäderbetrieb nicht eingehen. Nachdem bereits in der Leitplanung der Sportstätten auf die nötige Erneuerung der Beckenverkleidung verwiesen wurde, soll nun der Stadtrat auf seiner Sitzung am 20. September darüber entscheiden. Die Kosten werden mit 4,5 Millionen Euro angegeben. Damit soll sichergestellt werden, dass das Strandbad nicht nur langfristig weiter betrieben werden kann, sondern auch im Wettbewerb mit anderen Bädern der Region besteht. Immerhin steht im Jahr 2032 das 100-jährige Bestehen an.

Womit die Becken beschichtet werden sollen, steht noch nicht fest. "Es gibt mehrere Varianten", sagte Heike Reinke von der Pressestelle des Rathauses. Welche davon schließlich zum Einsatz kommt, hängt auch von den Fördermitteln ab, über die bis Dezember entschieden werden soll. Geld erhofft sich die Stadt hauptsächlich über das Programm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur". 45 Prozent, reichlich 2 Millionen Euro, sind als Zuschuss drin. Die bisherige Keramik, die vor 20 Jahren bei der letzten Sanierung eingebaut wurde, wird dann der Vergangenheit angehören. Sie ist nicht mehr lieferbar. Nach ersten Plänen sollen die Arbeiten im Jahr 2021 mit dem Schwimmer- und dem Sprungbecken beginnen. Ein Jahr später soll es mit dem Nichtschwimmerbecken sowie dem Massage-, Erlebnis- und Wellenbecken weitergehen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
1Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 0
    0
    Napp
    14.09.2018

    Dann wollen wir hoffen, dass der neue Belag auch 95 Jahre hält, damit sich die Investition lohnt.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...