Nur fünf der 28 Stadtratskandidaten sind Frauen

Wahlen 2019 Für den Hartensteiner hat mit der CDU lediglich eine Partei Kandidaten aufgestellt. Außerdem kämpfen zwei Wählervereinigungen um Stimmen.

Hartenstein.

In der Schlossstadt gibt es zur Stadtratswahl am 26. Mai keine AfD-Liste. "Das ist kein schlechtes Zeichen", kommentierte Bürgermeister Andreas Steiner (parteilos) diesen Umstand.

Unter den 28 Kandidaten für die drei Fraktionen befinden sich lediglich fünf Frauen. Der Ortsteil Zschocken ist mit elf Kandidaten zahlenmäßig am besten vertreten, gefolgt von zehn Hartensteinern und sieben Thierfeldern.

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Die CDU, die derzeit sechs Stadträte stellt, bewirbt sich mit sieben Kandidaten. Nur zwei davon sind Frauen. Während drei (Nadine Sachs, Mario Richter und Martin Reißmann) aus der derzeitigen Fraktion auf dem Wahlzettel stehen, ist Alexandra Vogel, die vor fünf Jahren nicht wieder angetreten war, erneut dabei. Außerdem sind Sebastian Schmalfuß, Frank Körner und Maximilian Ott Bewerber für den neuen Rat. Außer Martin Reißmann, der in Hartenstein wohnt, kommen alle aus dem Ortsteil Zschocken.

Elf Kandidaten hat die Bürgerliche Wählervereinigung aufgestellt, die aktuell sechs Sitze im Rat hat, darunter lediglich drei Frauen. Die Abgeordneten Martin Kunz, Sascha Wolf, Rainer Damm, Carmen Hüter und Günter Markstein treten erneut an. Roberto Kunz, Heidemarie Schettler, Konrad Meier, Michael Junghans, Ulf Grünert und Ingrid Markstein kommen hinzu. Sieben der elf Kandidaten wohnen im Ortsteil Thierfeld, drei in Zschocken und lediglich einer in Hartenstein.

Der Feuerwehrverein Hartenstein, der derzeit drei Sitze im Stadtrat hat, wartet zur Wahl am 26. Mai mit zehn Kandidaten auf - alles Männer. Neben Frank Russig, Mario Oelsner und Denny Bucher, die aktuell zur Fraktion gehören, stellen sich Heiko Loos, Mario Sier, Jan Hertel, Gert Müller, Bernd Vogel, Marcel Heuer und Markus Puschmann zur Wahl. Sieben der Kandidaten kommen aus Hartenstein, drei aus Zschocken.

Die SPD fehlt diesmal unter den Wahlvorschlägen. Torsten Schönherr, der seit 1999 für die Sozialdemokraten im Stadtrat gesessen hatte und nach der Wahl vor fünf Jahren der einzige SPD-Abgeordnete war, hatte die Partei 2015 verlassen, weil er sich mit dem Agieren von führenden Sozialdemokraten in den Bereichen Wirtschaft und Asyl nicht mehr identifizieren konnte. Anschließend wirkte Schönherr als parteiloser Stadtrat, bis er im September 2018 in die Stadtverwaltung wechselte. Für ihn rückte damals seine Frau Bärbel in den Rat nach, die ebenfalls kein SPD-Mitglied ist. "Wir haben keine SPD-Ortsgruppe mehr, und mangels Mitgliedern wurde keine zur Wahl aufgestellt", sagte Schönherr.

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