Per Shuttle zum Globus-Markt?

Bis der Einkaufsmarkt in Marienthal-West steht, könnte ein Sonderbus die Bewohner zum Glück-Auf-Center bringen - sofern die das wünschen.

Zwickau.

Auch wenn Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, wird es 2020 werden, bis der neue Einkaufsmarkt in Marienthal-West eröffnet. Eine zu lange Zeit in den Augen der Zwickauer Seniorenvertretung unter der neuen Leitung von Thomas Sünkel: Sie will die Bauphase mit einem Shuttlebus zum Globus-Einkaufsmarkt im Glück-Auf-Center überbrücken. Wie Ingrid Meisel, Vizevorsitzende der Seniorenvertretung, am Montag erklärte, läuft dazu ab sofort eine Umfrage unter Marienthalern. Bis 9. November können die Bürger darauf antworten.

Im November 2016 hatte die Edeka-Kaufhalle am Eschenweg geschlossen. Insbesondere für die Menschen in der Betreuten Wohnanlage des DRK sei eine Welt zusammengebrochen, erklärte Meisel. Die Seniorenvertretung hatte sich bereits Ende vergangenen Jahres Gedanken über einen Bus zum Globus-Markt gemacht. Da es immer wieder Hoffnung auf eine schnelle Lösung gab, sei man davon wieder abgerückt. Doch der Betreiber eines Tante-Emma-Ladens gab bereits nach kurzer Zeit wieder auf. Nun aber steht fest, dass die Kirchberger RTLL-Gruppe an der Ecke Heinrich-Braun-/Waldstraße einen Markt bauen will. Wie Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU) kürzlich erklärte, habe der Investor bereits einen Bauantrag eingereicht und die nötige Fläche gekauft. Dennoch sei ein Baubeginn nicht vor Frühjahr 2019 realistisch. Folglich haben die Seniorenvertreter entschieden, den Plan Shuttlebus wieder aus der Schublade zu holen. Das Unternehmen Reißmann habe sich bereit erklärt, Busse zur Verfügung zu stellen. Die Kosten für Hin- und Rückfahrt schwanken derzeit je nach Busgröße zwischen 7,05 Euro und 4,50 Euro pro Person im voll besetzten Bus. Die Initiatoren bemühen sich, diesen Preis durch Sponsoren zu drücken.

Die Seniorenvertreter wollen wissen, wo der Bus abfahren soll, wie oft im Monat er benötigt wird und welcher Tag am besten wäre. Zudem sollten Interessenten ankreuzen, wie viel Geld sie für ein Ticket auszugeben bereit wären. Meisel zufolge werden die Umfrageergebnisse auf einer Einwohnerversammlung vorgestellt. Dort kommen auch Vertreter des Busunternehmens, der Stadtverwaltung und des Globus-Marktes zu Wort. Die Fragebögen gibt es in der Seniorenvertretung im Verwaltungszentrum (Haus 4) und im Seniorenbüro, Kopernikusstraße 7.

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