Schwanenbrunnen muss weiter auf seine Frischekur warten

Das Wasserspiel mit dem Zwickauer Wappentier wird samt Parkanlage erst 2019 saniert. Gebaut wird dort jetzt trotzdem: ein 100Meter langer Radweg.

Zwickau.

Er gilt als eines der heimlichen Wahrzeichen der Stadt Zwickau: der Schwanenbrunnen, der einst den Eingang zum Schwanenteichgelände zierte. Doch der 1935 eingeweihte Brunnen, den die Stadt dem Eisenwarenhändler Albin Adolf Barth (übrigens der Vater der kürzlich verstorbenen Zwickau-Mäzenin Gisela Meierkord) zu verdanken hat, ist in die Jahre gekommen. Eines der schönsten und beliebtesten Wasserspiele der Stadt musste mehr als einmal abgeschaltet werden, nachdem es meist wegen der veralteten Technik zu Problemen gekommen war.

Auch der Park selbst befindet sich nicht im Top-Zustand. Schließlich entstand der Plan, das Areal wieder zu einem Schmuckstück zu machen. Doch aus der ersten Idee, ihn zum 900-jährigen Stadtjubiläum in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, wurde nichts. Und auch das danach anvisierte Ziel, die Bauarbeiten wenigstens noch gegen Ende des Jahres zu beginnen, ist von der Stadt jetzt offenbar aufgegeben worden. Gründe dafür lieferte sie nicht.

Jetzt sollen die Wintermonate für die öffentliche Ausschreibung und die Vergabe der Bauleistungen genutzt werden. "Die Arbeiten zur Neugestaltung des Parkbereiches um den Schwanenbrunnen einschließlich der Brunnenanlage beginnen nach der Winterperiode", sagte Heike Reinke von der Pressestelle der Stadtverwaltung. Insgesamt will die Stadt 643.000 Euro in den Erhalt und die Sanierung des Areals investieren. 80 Prozent des Betrages werden über Fördermittel aus dem europäischen Efre-Programm für Stadtentwicklung finanziert.

Gebaut wird rund um den Brunnen dennoch. Zwischen der Alten Reichenbacher Straße und der Reichenbacher Straße wird eine Lücke im innerstädtischen Radwegenetz geschlossen. Über die Radroute vier sollen Radler nach deren vollständigen Fertigstellung ohne Probleme vom Marienthaler Bachweg bis zum Stadtteil Planitz kommen. Am Schwanenbrunnen führt die Trasse entlang der Humboldtstraße über den derzeitigen Gehweg von der Einmündung der Alten Reichenbacher Straße bis zur Ampel an der Moccabar. Dazu muss auch eine alte Klärgrube, die sich kurz vor der Ampel unter der Erde befindet, samt ihrer Betonabdeckung freigelegt und entfernt werden. Der Radweg soll dabei auf einer Breite von drei Metern ausgebaut und asphaltiert werden.

Als erste Vorbereitungsarbeiten wurden die Gehölze der Pergola zurückgeschnitten und wo erforderlich auch entfernt. In einem weiteren Bauabschnitt wird der Geh- und Radweg 2019 durch den Schwanenteichpark verlängert, an der Humboldtstraße entlang geführt und vorerst an der Saarstraße enden.

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