Spaziergang durch die Stadt - eine dufte Sache

Grüner wird's nicht: Kaum sind die Forsythien verblüht, recken sich schon die nächsten Blüten ans Licht. In Zwickau bringen zahlreiche, sehr unterschiedliche Pflanzen Sauerstoff, Farbe und Lebensfreude in die Stadt. In Lila und Weiß macht seit Kurzem der Flieder auf sich aufmerksam. Die Sträucher gehören zu den Ölbaumgewächsen und stammen ursprünglich aus einem Gebiet, das von Südosteuropa bis Ostasien reicht, dennoch gelten die Gewächse als älteste europäische Gartensträucher. Beliebt sind sie nicht nur wegen ihrer üppigen Blüten, sondern auch wegen ihres Duftes, der derzeit ganzen Straßenzügen eine eigene Note verleiht. In früheren Zeiten waren Teile des Strauches in der Medizin beliebt, um Entzündungen und Schmerzen zu lindern. Inzwischen aber gelten die Blüten als leicht giftig. Richtig dufte sind auch die Mahonien, die nicht nur im Schumannpark zu finden sind, sondern beispielsweise auch entlang der Römerstraße. Die gelb blühenden Sträucher haben einen markanten, schweren Duft. Die Beeren einiger Arten sind essbar, aber sehr sauer und in großen Mengen giftig. Sie eignen sich dazu, Wolle blau zu färben. Übrigens: Mit der Flieder- und der Mahonienblüte sind die duften Zeiten in Zwickau noch nicht vorbei. Nahe des Kornhauses beispielsweise warten schon Duftrosen auf sonnige Tage. (sth)

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