Start ins Beethoven-Jahr

Konzert am Samstag im Robert-Schumann-Haus

Zwickau.

"Beethoven bei uns" lautet der Titel einer bundesweiten Aktion als Startschuss ins Beethoven-Jahr 2020. Aus diesem Anlass findet im Robert-Schumann-Haus Zwickau am Samstag um 15 Uhr ein Konzert mit der russischen Pianistin Marianna Storoshenko statt. Sie stellt sich erstmals dem Zwickauer Publikum vor. Die Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe, die in den USA, Kanada, China und Italien auftritt, studierte seit 2014 bei Arkadi Zenziper an der Musikhochschule Dresden und schloss ihr Meisterklassenstudium 2018 ab.

Auf ihrem Programm stehen die Sonate Es-Du op. 27/1 von Ludwig van Beethoven, die Variationen über ein Thema von Corelli op. 42 von Sergej Rachmaninow und die Sonate h-Moll op. 58 von Frédéric Chopin. Beethovens Stück von 1801 resultiert aus der Unzufriedenheit mit seinem bisherigen Werk und der direkten Wende hin zu einem radikalen Schnitt mit musikalischen Gewohnheiten, was zur neuen Sonatenform jenseits der "tönend bewegten Form" klassischer Gattung führte. Beethoven nannte die beiden Sonaten aus Opus 27 "Sonata quasi una fantasia", weil sie sich der strengen Sonatenform entzieht. Der Violinsonate Arcangelo Corellis liegt ein Ohrwurm des 17. Jahrhunderts zugrunde, der zahlreiche Komponisten zu Variationen anregte. Rachmaninow war von Corellis Violinsonate derartig beeindruckt, dass er sie in seinem hochvirtuosen Stil zu einem Klavierwerk umarbeitete. Romantisch wird das Konzert beendet: mit Chopins Sonate, der der Komponist selbst den Beinamen Konzert ohne Orchester gab. Der Eintritt ist frei.

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