Vier bekommen doppelte Chance

Wahlen 2019 Drei Linke und ein Grüner aus dem Landkreis schaffen es auf die Landeslisten für die Landtagswahl.

Zwickau.

Drei Direktkandidaten der Partei Die Linke und einer von Bündnis 90/Grünen haben es am Wochenende auch auf die Landeslisten ihrer Parteien für die Landtagswahl am 1. September geschafft und damit doppelte Wahlchancen. Ihre Aussichten, auf diesem Weg tatsächlich einen Sitz im Parlament zu holen, sind allerdings durchwachsen.

Die größte Chance dürfte Alexander Weiß haben, Fraktionschef der Linken im Stadtrat Hohenstein-Ernstthal und Direktkandidat für den Landtag in seinem Heimatwahlkreis. Auf der Landesliste der Linken steht der Lehramtsstudent, der sich in diesem Jahr auch noch um das Oberbürgermeisteramt in seiner Stadt bewirbt, auf Platz 20. Im Moment ist seine Partei mit 27 Abgeordneten im Landtag vertreten; davon waren 26 bei der Wahl 2014 über die Zweitstimmen eingezogen. Die Linke hatte damals 18,9 Prozent der Wählerstimmen geholt.

Der Direktkandidat der Linken in der Stadt Zwickau, René Hahn, schaffte es auf Platz 28 der Landesliste. Am schwersten dürfte es für Marlies Schneider werden, die sich im Wahlkreis Glauchau/Meerane/Lichtenstein auch um die Erststimmen bemüht. Sie steht auf Platz 31 der Landesliste.

Bei Bündnis 90/Die Grünen geht André Oehler aus Leubnitz doppelt ins Rennen: als Direktkandidat im Raum Werdau/Crimmitschau (mit Teilen von Zwickau) und auf Landeslistenplatz 18. Der Koordinator der Kreisnaturschutzstation in Neukirchen/Pleiße hatte sich zunächst um Platz 14 beworben, war dort aber unterlegen. Damit Oehler über die Liste in den Landtag einziehen kann, bräuchten die Grünen in Sachsen ein Zweitstimmenergebnis von deutlich über zwölf Prozent. 2014 kamen sie auf 5,7. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa vom 5. April lagen sie bei neun Prozent. Die Linken kämen demnach auf 17 Prozent.

Nicht für die Landesliste der Grünen kandidiert hatte die Zwickauer Direktkandidatin Franziska Laube. Dafür ist die Spitzenkandidatin der Partei für den Landtag, Katja Meier aus Dresden, zumindest eine gebürtige Zwickauerin.

Bei der Landtagswahl haben alle Wahlberechtigten zwei Stimmen. Mit der Erststimme entscheiden sie sich für einen Direktkandidaten/eine Direktkandidatin, die ihren Wahlkreis in Dresden vertreten soll. Mit der Zweitstimme wählen sie die Partei und bestimmen dadurch über die kräftemäßige Zusammensetzung des Landtags mit.

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