Zum 200. Geburtstag: Drei Städte widmen sich Clara Schumann

Eine Konferenz, die in Zwickau, Dresden und Leipzig stattfindet, setzt sich mit der Pianistin und Komponistin auseinander.

Zwickau.

Unter dem Titel "Die Herrlichste von Allen - Clara Schumann zum 200.Geburtstag" findet vo 9. bis 12.Mai, in Zwickau, Dresden und Leipzig eine internationale musikwissenschaftliche Konferenz mit Konzerten statt. 20 Experten aus Deutschland, Österreich, den USA und Kanada widmen sich verschiedensten Facetten und Funktionen der großen Pianistin und Komponistin, die als Ehefrau Robert Schumanns acht Kinder zur Welt brachte. Das sagte Heike Reinke von der Pressestelle des Rathauses.

Donnerstag, 9. Mai: Die Tagung beginnt 18 Uhr mit einem Konzert im Robert-Schumann-Haus am Zwickauer Hauptmarkt. Der Cellist David Eggert bietet gemeinsam mit der kanadischen Pianistin Gili Loftus am originalen André-Stein-Flügel Clara Wiecks aus dem Jahr 1827 ein Programm, wie es beim Aufenthalt der jungen Clara 1835 in Braunschweig erklungen sein könnte, als sie sich in den dortigen Cellisten Theodor Müller verliebte.


Freitag, 10. Mai: Im Zwickauer Robert-Schumann-Haus finden von 9 bis 15.45 Uhr die ersten Vortragssektionen statt, die dem aktuellen Bild von Clara Schumann und Aspekten der Erinnerungskultur gewidmet sind. Der Eintritt ist frei.

Am Abend ist ab 19.30 Uhr in Dresden ein Konzert der Liedklasse von Kammersänger Olaf Bär (Hochschule für Musik, Dresden) am Anfang des zweiten Teils des Symposiums geplant. Mit Robert Schumanns "Myrthen" und Liedern von Clara Schumann und Johannes Brahms soll dabei den vielschichtigen Beziehungen der drei Protagonisten nachgespürt werden.

Samstag, 11. Mai: Die wissenschaftliche Konferenz wird ab 9 Uhr an der Hochschule für Musik in Dresden) fortgesetzt. Schwerpunkte bilden die Dresdner Jahre der Schumanns sowie Fragen der Interpretation. Den Abschluss markiert ab 19.30 Uhr eine szenische Lesung unter dem Titel "Clara's Passion", von und mit Elisabeth Holmer. Sie ist Professorin für die Fächer Bühnensprechen und Szenenstudium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 12. Mai: Leipzig ist die letzte Station der Konferenz. In Clara Schumanns Geburtsstadt wird ab 14 Uhr die Bedeutung als Lehrerin diskutiert (Konzertsaal des Musikinstrumentenmuseums, Eintritt: frei),. Und im Wohnhaus der Schumanns, Inselstraße 18, wird die Konferenz mit einem Konzert ab 17 Uhr beschlossen. Die Sopranistin Miriam Alexandra und der Pianist Andreas Reuter werden in Liedern und Briefen die Künstlerfreundschaft von Clara Schumann und Pauline Viardot-Garcia vorstellen. Der Eintritt kostet 20, ermäßigt 15 Euro (beschränkte Platzzahl).

Die von Michael Heinemann, Professor für historische Musikwissenschaft, und Thomas Synofzik, Musikwissenschaftler und Leiter des Zwickauer Schumannhauses, geleitete Konferenz wird von der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau in Kooperation mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, dem Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig sowie dem Robert-Schumann-Haus Zwickau und dem Schumannhaus Leipzig veranstaltet.


Aus dem Leben

Clara Josephine Schumann, gebo- rene Wieck wurde am 13. September 1819 in Leipzig geboren und starb am 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main). Die Pianistin und Komponistin heiratete 1840 Robert Schumann. Der Komponist, Musikkritiker und Dirigent wurde am 8. Juni 1810 in Zwickau geboren und starb am 29. Juli 1856 in Endenich (Bonn).


Programm in Zwickau

Erster Teil des Symposiums am 10.Mai im Robert-Schumann-Haus, Hauptmarkt 5 in Zwickau, unter dem Titel "Geliebte Clara". Der Eintritt ist frei. Ausschnitte aus dem Programm:

9 Uhr: Über Quellen, über Lücken - Clara Schumann 2019 (Beatrix Borchard, Hamburg); Plädoyer für eine Clara-Schumann-Gesamtausgabe (Klaus Martin Kopitz, Berlin); Diskussion: Emanzipiert und etabliert

10.45 bis 12.15 Uhr: Unter anderem: Clara Schumann als Filmheldin (Julia Lajta-Novak; Wien); Diskussion: Kunstfiguren

13.45 bis 15.45 Uhr: Clara Schumann als Begründerin eines Schumann-Kultus (Ulrike Kienzle/Frankfurt am Main); Clara Schumann und die Schumann-Memorialtradition (Annegret Rosenmüller, Leipzig); Clara Schumann in der amerikanischen Presse (Jonathan Kregor, Cincinnati); Diskussion: Momentaufnahmen

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