Ex-Schulhaus in Zwickau wird zum Vier-Sterne-Hotel

Zwickau. Das ehemalige Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Zwickau wird in den nächsten beiden Jahren zu einem Vier-Sterne-Hotel umgebaut. Laut Kurt Fliegerbauer, Bevollmächtigter der AKW GbR, die das Schulhaus vor zwei Jahren von der Stadt gekauft hatte, hat die Dorint-Hotelkette in der vergangenen Woche sowohl die Grundstücke als auch die Planungen gekauft. Der Kaufvertrag, so Fliegerbauer, sei unwiderruflich und enthalte zudem eine Bauverpflichtung. Damit bekommt Zwickau in der Innenstadt ein weiteres großes Hotel. Bisher gibt es dort als vergleichbares Haus nur das "First Inn" am Kornmarkt. Dem Dorint-Engagement gingen zwei Jahre Vorbereitungen und Planungen voraus. "Die Geschäftsführung hat sich offenbar schnell in das alte Gebäude verliebt", sagte Architektin Silke Kunstmann, die die Planungen leitet. Das Hotel soll über 150 Zimmer verfügen. Die meisten davon werden in einem Neubau an der Amtsgerichtsstraße untergebracht, der über einen gläsernen Gang mit dem Schulhaus verbunden werden soll. Im Untergeschoss des Neubaus ist ein Parkdeck für Hotelgäste geplant. Die ursprüngliche Idee, dort einen Einkaufsmarkt anzusiedeln, wurde verworfen.

Im alten Schulhaus selbst sollen hauptsächlich Seminar- und Konferenzräume, Restaurants und ein Spa- und Fitnesscenter untergebracht werden. Auch eine Terrasse mit Blick auf das Landgericht ist geplant. Lediglich ein Teil der Räume wird zu Hotelzimmern umgebaut. "Dabei werden aus einem Klassenzimmer zwei Hotelzimmer gemacht", sagte Architektin Kunstmann. In die denkmalgeschützte Bausubstanz wird kaum eingegriffen. "Der Charakter des Hauses bleibt im Wesentlichen erhalten", sagte Kunstmann. Für sie war es vor allem eine Herausforderung, die funktionalen Anforderung an ein Hotel im Denkmal unterzubringen. Zwickaus Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU) sieht in dem Hotelprojekt eine positive Entwicklung für die Innenstadt. "Auch wenn es in der Wahrnehmung der Menschen noch lange nach der Schließung als Schulhaus betrachtet wurde." Kurt Fliegerbauer selbst wird zwar weiter an dem Hotelprojekt mitarbeiten, jedoch nicht mehr in verantwortlicher Position. Er hat bereits sein nächstes Objekt im Visier: Das ehemalige Kaufhaus Schocken in der Hauptstraße. (nkd)

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