Wo sollen die Daten gesammelt werden?

Stehen die Messstationen für Feinstaub an den falschen Stellen?

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2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    3
    cn3boj00
    19.03.2019

    Leider kann man keine Fehler korrigieren: Richtig muss es Herr Drewes und nicht Drews heißen.
    Und noch ein Nachtrag: wenn Benziner auch die Schadstoffgrenzwerte verletzen darf man sie natürlich auch nicht zulassen bzw. muss sie stilllegen. Das wichtigste wäre, dass endlich Gesetze, die mit mehrheitlicher und allgemeiner Zustimmung beschlossen werden auch durchgesetzt werden, statt eine gesellschaftlich Diskussion anzufeueren ob Gesetze einzuhalten sind. Schon damit haben wir nämlich verloren.

  • 2
    5
    cn3boj00
    18.03.2019

    Sehr geehrter Herr Drews, wieso ist der Artikel mit "Stehen die Messstationen an falschen Stellen" überschrieben, wenn Sie sich an einer Grundsatzdiskussion zum Thema Luftverschmutzung versuchen?
    Was die Messstationen betrifft, kann man ganz klar sagen: in der überwiegenden Mehrheit stehen sie richtig! Leider lassen Formulierungen wie "im Allgemeinen" oder "wenn möglich" zu viel Interpretationsspielraum, aber die oft zitierte und von den medien zu oft wiederholte Behauptung, die Messstellen in Deutschland seien falsch aufgestellt, ist einfach falsch. Das sollte man ganz deutlich sagen.
    Falsch ist auch, dass "Vorgaben der Bundesländer" von der EU-Richtlinie abweichen. Sachsen etwa beruft sich bei der Aufstellung der Stationen auf die Eu-Richtlinie. Oder liegt Ihnen etwas anderes vor? Von den 29 Stationen in sachsen messen übrigens nur 9 verkehrsnah, die anderen messen städtischen oder ländlichen Hintergrund. Die verkehrsnahen Messstationen müssen höchstens 10m vom Straßenrand entfernt stehen, ein Mindestmaß gibt es nicht. Wie daraus "deutlich geringere Abstände" wurden ist nicht nachvollziehbar. Einzig die Vorgabe der 25m Abstand von Kreuzungen ist bei einigen wenigen Stationen ein Problem, da diese Vorgabe erst 2008 eingeführt wurde und in der seit 1996 geltenden Version noch nicht geregelt war, diese Stationen aber aus jener Zeit stammen. Wenn aber gerade diese Stationen gar nicht die mit den kritischsten Werten sind ist es also Polemik, darauf herumzureiten.
    Lassen es mich so zusammenfassen: was soll Ihr Artikel uns eigentlich bezüglich der Messstationen sagen? Eigentlich Nichts!
    Man muss sich natürlich über die Konzentrationsverteilung von Luftschadstoffen eine gewisse Vorstellung erarbeiten. Diese ist an der Quelle am höchsten und verringert sich mit zunehmender Entfernung sehr rasch, weil sie sich mit der schadstoffarmen Hintergrundluft vermischt. Erst bei Auftreten von Smog ist die Luft so gesättigt, dass die Konzentration recht gleichmäßig hoch ist. Aber davon ist ja Deutschland inzwischen weit entfernt, nicht trotz sondern wegen der strengen Grenzwerte! Ein Aufweichung der Grenzwerte nach oben, oder gar eine Abschaffung (wie das manche Scharlatane vorschlagen) würd zwangsläufig mittelfristig ein Zurück in die Situation der 20er bis 60er Jahre oder Situation in chinesischen Großstädten heute führen. Wollen wir das?
    Und das bringt mich zu Ihrer Grundsatzdiskussion. Ja, die Grenzwerte sind richtig! Und ja, Fahrverbote sind eigentlich Unsinn. Aber die EU-Richtlinie fordert eben Maßnahmen bei Überschreitung. Also sind sie juristisch okay. Die Schadstoffe werden in weniger belastetete Stadtteile "umgeleitet", wo sie weniger Schaden anrichten. Das ist legitim. Aber trotzdem falsch, weil dadurch diejenigen bestraft werden, die nicht dafür können, und die Ursache - Autos mit viel zu hohen Emissionen, welche gegen das Gesetz verstoßen - nicht beseitigt wird.
    Ihre Schlussfolgerungen aber sind eben nicht dazu angetan, das Problem zu lösen. Die Leute dazu zu bringen, ihr Auto stehen zu lassen, als einzige Möglichkeit ("dann - und nur dann") zur Entlastung hinzustellen ist doch eine unsinnige Utopie. Der Mensch kauft sich kein Auto, um es dann stehen zu lassen.
    Warum aber setzt man nicht als erstes geltende Gesetze durch? Wieso kommen Sie nicht darauf? Alle Autos, die zu viele Schadstoffe emittieren, werden stillgelegt, und die gutgläubigen Käufer entschädigt. Kann man nicht machen? Warum nicht? Kostet die Autobauer zu viel? Klar - alle anderen Maßnahmen bezahlt ja der Steuerzahler, obwohl sie uns vielleicht viel teurer Kommen als dieser konsequente Schritt.
    Aber es sind ja nicht bloß die Autos. Es sind ja auch Schiffe. Nun ja, außer in Hamburg fahren in den betroffenen Städten eher kein Schiffe, und die Straßen entlang sowie so nicht. Und etwa bei Fähren oder Kreuzfahrtschiffen gibt es einige Anstrengungen, sie umweltfreundlicher zu machen. Doch man kann ja mal darauf hinweisen. In meinen Augen macht dieser Artikel genau das, was sich die Zetsche und Co. wünschen: ablenken von den Problemen, welche die Mobilitätspolitik so mit sich bringt.