150 Feuerwehrleute bei Pyral im Einsatz

Die Löscharbeiten an einer 60.000 Quadratmeter großen Halle der Recycling-firma in Mittweida dauern am Sonntagabend noch an.

Mittweida.

Ein schwieriger Einsatz hat Feuerwehrleute aus Mittelsachsen am Wochenende in Atem gehalten. Fast 19 Stunden am Stück waren einige Einsatzkräfte im Mittweidaer Ortsteil Lauenhain vor Ort, um den Brand in einer Halle des Recycling-Betriebes Pyral zu löschen.

Dichter Qualm stieg am Samstag gegen 21.30 Uhr über dem Gelände auf. Mitarbeiter und Anwohner alarmierten Feuerwehr und Polizei. Insgesamt rückten laut Christian Kreisel, der die Einsatzleitung unterstützte, bis zu 150 Einsatzkräfte an. Anwohner seien noch in der Nacht im Internet und per Lautsprecherdurchsage gewarnt worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Umweltbehörde habe bei Messungen jedoch keine gesundheitsgefährdenden Stoffe festgestellt, gab Landrat Matthias Damm (CDU) am Sonntag Entwarnung.


Die Arbeiten waren bis Redaktionsschluss am Sonntagabend nicht beendet. Zwar hatten die Einsatzkräfte den Brand nach eigenen Angaben gegen 4 Uhr weitestgehend unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten gestalten sich jedoch schwierig, so Kreisel. Noch in der Nacht war ein Teil des Hallendachs eingestürzt. Durch die Hitze hatte sich aber auch im verbliebenen Dach Dichtungsmaterial entzündet, erklärte Pyral-Sprecher Stephan Trutschler. Mit einem Bagger seien Löcher in Dach und Wand geschlagen worden, um den Zugang zu den Brandherden zu erleichtern.

Die Brandursache ist bislang nicht geklärt. Das Unternehmen vermutet, dass sich eine Lithium-Batterie in einem Wertstoffballen entzündet hat. Anhaltspunkte für fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung sah auch die Polizei nicht. Wie hoch der Sachschaden ist, konnte das Unternehmen am Sonntag nicht abschätzen. Mitarbeiter seien nicht zu Schaden gekommen. (mit grit)

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