Ärger um ein Schild in Brand-Erbisdorf

Die Wohnungsgenossenschaft will einen Aufsteller am Ortseingang errichten mit Hinweisen auf Wohnungen und die Stadt. Dies wurde von der Bauverwaltung abgelehnt. Wie geht es nun weiter?

Brand-Erbisdorf.

Für Wohnungen in der Bergstadt werben - das halten sowohl die Wohnungsgenossenschaft als auch die Stadtverwaltung Brand-Erbisdorf für wichtig. Schließlich gibt es in der Stadt ein Potenzial an Wohnraum. Außerdem ist die Nähe zu Freiberg vielleicht eine Überlegung wert, im Nachbarort zu wohnen, darüber sind Genossenschaft und Verwaltung einig.

Uneins sind sie jedoch über die Art der Werbung - konkret über ein großes Werbeschild, das die Genossenschaft am Ortseingang an der Bundesstraße 101 aufstellen wollte. Dieses Vorhaben jedoch hat der technische Ausschuss nicht befürwortet und der Landkreis als zuständige Bauaufsichtsbehörde letztlich abgelehnt. Darüber zeigt sich der Vorstand der Genossenschaft verärgert. "Wir wollen damit zwar vor allem für uns als Genossenschaft, letztlich aber auch für die Stadt werben", erklärt Vorstand Sylvio Rost. Die Werbetafel sollte 5 Meter mal 3,60 Meter groß sein und ihren Platz an der B 101 etwa 600 Meter stadtauswärts nahe einer Halde auf der linken Straßenseite erhalten. "Wir wollten dafür richtig Geld in die Hand nehmen. Aber nach der Ablehnung müssen wir nun neu überlegen", sagt Sylvio Rost. Er wie auch Genossenschaftsvorstand Ines Kaden vermisst das Gespräch mit der Stadtverwaltung, um von vornherein Missverständnisse auszuschließen.


Brand-Erbisdorfs Oberbürgermeister Martin Antonow (parteilos) kann den Ärger der Wohnungsgenossenschaft verstehen, hätte sich aber seinerseits auch ein Gespräch über das Ansinnen des Unternehmens vor dem Antrag gewünscht. "Der technische Ausschuss fand das Schild auf der grünen Wiese so weit von der Stadt entfernt deplatziert", erklärt der OB. Die Stadt ist zum Bauantrag der Genossenschaft gehört worden und hat demnach ihre Meinung gegenüber dem Landkreis begründet.

"Das Anliegen der Genossenschaft ist gut, aber der Werbeaufsteller wäre näher an der Stadt besser platziert. Es gibt ausreichend Flächen, über die wir im Vorfeld hätten sprechen können", sagt Antonow. Nun steht nach seinen Worten alles wieder auf Anfang. Denn bislang habe es kein Gespräch zwischen beiden Seiten gegeben - auch im Nachgang nicht. OB Antonow zufolge wäre es jedoch an der Zeit, sich an einen Tisch zu setzen, um das Problem zu klären.

Gleiches sieht er für das Külzgebiet. Dabei gibt es laut Genossenschaft ebenfalls Fragen zu diskutieren, die von der Sauberkeit im Wohngebiet bis hin zum regelmäßigen Einsatz der Kehrmaschine und einer Abstimmung dazu reichen. Auch das vermisst der Vorstand der Genossenschaft. Der OB räumt ein, dass die Genossenschaft die Kehrmaschine durch das Gebiet schickt, die Stadt bisher nicht. "Dazu müssen wir eine Straßenreinigungssatzung anschieben", überlegt der OB.

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