Das "Blühende Sachsen" erlebt in Frankenberg den Auftakt

Fünf Tage nach dem Start der Landesgartenschau ist die Gärtnerei Blankenburg der Gastgeber für eine sachsenweite Aktion. Zur großen Blumenschau hat die Chefin nicht nur eine berufliche Beziehung.

Frankenberg.

Wenn es jemanden in Frankenberg gibt, der die Landesgartenschau (Laga) auf keinen Fall vergisst, dann ist dies Ute Franke. In ihrer Gärtnerei Blankenburg an der Gnauckstraße wachsen derzeit rund 3000 Vergissmeinnicht für das Gartenfestival heran. "Wir liefern nur die Blumen, werden sie aber nicht selbst pflanzen", erläutert Ute Franke, die als Fachfrau natürlich großes Interesse an der Laga hat. "Mit fünf Leuten in der Firma sind wir als Betrieb dafür zu klein."

Einen großen Auflauf wird die Gärtnerei aber am 25. April, also fünf Tage nach Eröffnung der Laga, erleben. Dann ist Ute Franke Gastgeberin für den landesweiten Auftakt der Aktion "Blühendes Sachsen." Damit wird in Frankenberg auch die Blume des Jahres vorgestellt und für die gleich danach folgenden Tage der offenen Gärtnereien am Wochenende 27. und 28. April Werbung gemacht. Dazu laden dann alle Gartenbaubetriebe im Freistaat ein, vor allem, um die Frühjahrsbepflanzung voranzubringen.

Ute Franke sieht diese Veranstaltung als schöne Aktion, ihr Augenmerk gilt aber nicht nur in diesem Jahr der Landesgartenschau. "Schon vor der Bewerbung war ich mit der Gärtnerei in das Projekt involviert", erklärt die 55-Jährige, die seit 2014 für die CDU auch im Stadtrat sitzt. Zudem leitet sie seit vielen Jahren im Gartenbauverband Sachsen die Fachgruppe Einzelhandel. Die Gärtnerei Blankenburg gibt es seit 1905. Sie war immer in Familienbesitz, Ute Franke führt das Unternehmen in vierter Generation.

Die bisherigen Gartenschauen in Sachsen hat sie alle besucht, auch einige Bundesgartenschauen. "Im Freistaat hatte bisher jeder Ort eigene Geschichten und Besonderheiten", sagt Ute Franke. Besonders gut in Erinnerung habe sie Oschatz und auch Oelsnitz. "Es werden auch ganz bewusst eher kleinere Städte ausgewählt", weiß sie aus Erfahrung. "Es geht nicht nur um die Blumenpräsentation und eine Leistungsschau der Gärtnereien, sondern vielmehr um die Rekultivierung von Brachflächen, die Entwicklung neuer Gebiete, mit der die Steigerung der Lebensqualität einher geht."

Deshalb findet sie in Frankenberg die Umgestaltung des Mühlbachtals so bemerkenswert. "Das ist wunderbar gelungen. Wer dort in der Nähe wohnt, kann sich wirklich glücklich schätzen." Auch die Schlangenbrücke sieht sie als echten Höhepunkt. Allerdings müssten nun noch Radwege folgen. Da sieht sie den Landkreis in der Pflicht.

Zwei Gartenschau-Areale wie in Frankenberg habe es laut Ute Franke schon mal gegeben. "Vier Eingänge sind nun sicher eine Herausforderung", meint die Frankenbergerin. "Oelsnitz hatte nur einen großen Einlass, da war natürlich viel weniger Personal notwendig." Um die Zukunft der Areale macht sie sich keine Sorgen. "Die Laga-Gesellschaft ist zunächst mal zu einem Jahr Nachsorge verpflichtet", erläutert sie. "Es ist also nicht abrupt Schluss." Außerdem hofft sie, das sich dann auch genügend Bürger finden, die sich ehrenamtlich kümmern. "Der Förderverein und sicher auch der Heimatverein werden sich bestimmt einbringen." Zudem zeige die große Anzahl der bereits abgeschlossenen Baumpatenschaften, wie sehr sich die Frankenberger schon engagieren. Auch die Anzahl der verkauften Dauerkarten sei ein Beleg dafür, dass die Bürger zur Laga stehen.

Ute Franke und alle ihre Mitarbeiter haben sich selbst Dauerkarten gekauft: "Unser Gartenbaubetrieb zeigt damit die Verbundenheit zu Stadt." Dabei hätte sie berufsbedingt auch so Zutritt erhalten, schließlich wird die Gärtnerei einen Verkaufsstand auf dem Gelände betreuen und hin und wieder auch kleinere Rabatten bepflanzen. Dazu kommt noch eine Ausstellung in der Blumenhalle, die von der Kreisgruppe der Gärtnereien gestaltet wird. Der gehören etwa 15 Betriebe aus dem Altkreis Hainichen und umliegenden Regionen an.


Service und Tickets

Karten für die Landesgartenschau sind in allen "Freie Presse"-Shops und und bei Shop-Partnern in Frankenberg und Hainichen erhältlich. Der Eintritt für Erwachsene kostet 16, mit Leserkarte 15 Euro. Erwachsene können damit eine beliebige Anzahl eigener Kinder oder Enkel bis einschließlich 17 Jahre kostenfrei mitnehmen.

Weitere Beiträge zur Laga lesen Sie unter:

www.freiepresse.de/laga2019

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