DRK-Kreisverband heißt die Neuen willkommen

Acht statt geplanter sechs junger Leute starten ihre Ausbildung in Pflegeberufen. Für sie gab es ein besonderes Kennenlernen.

Freiberg.

Auf die Auszubildenden in Pflegeberufen kommt eine Neuerung zu: Die Berufsfelder Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege werden ab diesem Jahr unter dem Oberbegriff Ausbildung zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann zusammengefasst, im Fachjargon generalistische Ausbildung genannt.

Das betrifft auch die fünf Frauen und drei Männer, die im September ihre dreijährige Lehre beim Kreisverband Freiberg des Deutschen Roten Kreuzes begonnen haben. "Wir haben eigentlich nur nach sechs Azubis gesucht", sagt Simone Röstel vom Freiberger DRK. "Aber wir bekamen mehr gute Bewerbungen, als erwartet und bilden deshalb noch zwei junge Leute mehr aus." Die dafür zuständigen Stationen sind diesmal Freiberg, Sayda und Umgebung, Flöha sowie die Ambulante und Kurzzeitpflege Brand-Erbisdorf. Im zweiten Lehrjahr gibt es noch weitere drei, im dritten fünf Azubis. Diese werden allerdings noch nach dem alten System zu Ende lernen.

Für die acht Neulinge begann die Ausbildung zunächst wieder auf der Schulbank. Ihren Einstand in der Praxis sollten sie erst mit dem Azubi-Welcome-Day am Montag in der Geschäftsstelle des DRK in Freiberg erleben. Doch die Schule endete diesmal eine Woche früher, weshalb die jungen Leute schon ein paar Tage in ihre Bereiche hineinschauen konnten, bevor das eigentliche Willkommen stattfand.

"Es ist die dritte Veranstaltung dieser Art, die wir initiieren", erklärt Simone Röstel. Dabei kooperiere die Geschäftsleitung mit den Praxisanleitern und dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Partner wie die AOK oder Chemnitz Vital unterstützten das Projekt.

Den Azubi-Welcome-Day nutzten die Teilnehmer zum gegenseitigen Kennenlernen. Aber auch die Rot-Kreuz-Idee sowie allgemeine Belehrungen und theoretische Kenntnisse etwa über die jeweiligen Pflegegrade wurden vermittelt. Praktische Übungen waren ebenfalls Bestandteil des Tages. Die jungen Leute sollen aber ihre Aufgaben nicht nur kennen, sondern auch wissen, wie sie diese möglichst gesundheitsschonend durchführen sollten. Deshalb gab es auch eine Rückenschule sowie Tipps zu gesunder Ernährung.

Die 20-jährige Michelle Schneider, die ihre Praxis in Brand-Erbisdorf absolviert, hat der Tag überzeugt. "Man lernt die Praxisanleiterinnen kennen, kommt mit ihnen ins Gespräch, das hat mir sehr gut gefallen", sagt sie. Auch die erste Woche in der Pflegeeinrichtung habe ihr schon viel gegeben. "Es war definitiv richtig für mich, dass ich mich dafür entschieden habe."

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.