Hoffnung für Oberschöna?

Möglicherweise lässt die Sparkasse Mittelsachsen zumindest ihre Automaten in dem Ort. Anderen Fragen wich das Geldinstitut jedoch am Donnerstag aus.

Freiberg/Oberschöna.

Die Sparkasse Mittelsachsen prüft derzeit, ob sie einen Geldautomaten und einen Kontoauszugsdrucker im Rathaus von Oberschöna weiter betreibt. Das hat Indra Frey von dem kommunalen Geldinstitut am Donnerstag erklärt. Die Pressesprecherin reagierte damit auf ein Angebot von Bürgermeister Rico Gerhardt. Der CDU-Politiker hatte nach der Ankündigung der Sparkasse, neben 15 weiteren Filialen auch die Geschäftsstelle in Oberschöna zum Jahreswechsel komplett zu schließen, einen Mietnachlass ins Spiel gebracht. Seine Bedingung: Wenigstens die Automaten bleiben in Oberschöna.

Die Ankündigungen anderer Bürgermeister, dass in den ebenfalls betroffenen Orten ihrer Gemeinde künftig zumindest das Sparkassenmobil regelmäßig Station machen werde, wollte Indra Frey dagegen noch nicht ausdrücklich bestätigen. "Wir erstellen derzeit den erweiterten Fahrplan unserer mobilen Filiale. Bei der Optimierung des Fahrplans berücksichtigen wir auch Besonderheiten vor Ort", erklärte die Sprecherin lediglich.

So hatte der Augustusburger Rathauschef Dirk Neubauer (SPD) bei Facebook erklärt, das Sparkassenmobil fahre ab Januar alle 14 Tage in Erdmannsdorf beim Wochenmarkt vor. Sein Amtskollege in Halsbrücke, Andreas Beger (CDU), hatte von ähnlichen Absprachen für Niederschöna berichtet. Auch Volkmar Schreiter (FDP) war als Stadtoberhaupt von Großschirma davon ausgegangen, dass Siebenlehn im Fahrplan des Mobils verankert wird. Die Sparkasse hatte angekündigt, die Anzahl der Stationen im kommenden Jahr von derzeit 23 auf rund 30 zu erhöhen. Ein zweiter Sparkassenbus werde aber nicht angeschafft, so Vorstandsvorsitzender Hans-Ferdinand Schramm gegenüber "Freie Presse".

Ohne Antwort ließ das Geldinstitut am Donnerstag eine Frage, die der ehrenamtliche Freiberger Vize-Oberbürgermeister Steve Ittershagen öffentlich auf Facebook gestellt hatte. Der CDU-Politiker hatte wissen wollen, ob "der Sparkassenchef jetzt auch ein Drittel weniger Gehalt" bekomme? Die Schließung von rund jeder dritten Filiale sei "ein vollkommen falsches Signal in die Region und für den ländlichen Raum", so der Chef der CDU/FDP-Fraktion im Freiberger Stadtrat und frühere Landtagsabgeordnete.

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