Landratsamt: In Asylheimen ist es ruhig

564 Menschen leben in Gemeinschaftsobjekten

Freiberg.

Die Corona-Krise stellt den Alltag der Menschen auf den Kopf. Einige arbeiten im Home Office, andere müssen zu Hause bleiben, weil ihre Arbeitsstelle geschlossen hat oder die Kinder betreut werden müssen. Doch was passiert jetzt mit Asylbewerbern und Geduldeten, die in Gemeinschaftsunterkünften oder Wohneinheiten leben?

Ende Februar gab es im Landkreis Mittelsachsen 1417 Menschen, die sich um Asyl bewerben oder geduldet sind. 564 von ihnen sind in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Dort sei es derzeit ruhig, teilt Cornelia Kluge vom Landratsamt Mittelsachsen auf Nachfrage der "Freien Presse" mit. "Die Bewohner reagieren besonnen auf die Situation", sagt sie. "Über mehrsprachige Aushänge und persönlich wurden sie zur Einhaltung der Hygienevorschrift belehrt." Ebenfalls über Aushänge wurden sie dazu aufgefordert, keine Besucher in der jeweiligen Einrichtung zu empfangen.

Da von einer vollkommenen Auslastung oder Überbelegung der Wohneinheiten und Gemeinschaftsunterkünfte keine Rede sein kann, ist ein gewisser Handlungsspielraum gegeben, was die Vorkehrungen betrifft, sollte ein Corona-Fall nachgewiesen werden. "In den Unterkünften stehen bei einer Erkrankung freie Wohnungen beziehungsweise Zimmer zur Verfügung, die als Isolationsräume genutzt werden können", so Kluge. "Kontaktaufnahmen erfolgen dann telefonisch mit der jeweiligen Heimleitung." Auch für die Versorgung in einem solchen Fall existieren Handlungspläne, denn nötige Einkäufe für die Betroffenen werden dann entweder von anderen Bewohnern oder der Heimleitung erledigt. Eine Übergabe an die Infizierten würde dann in jedem Fall unter Vermeidung jeglicher Kontakte erfolgen.


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