OB: Glühwein für guten Zweck kommt sehr gut an

Mit der Aktion soll der innerstädtische Handel in Freiberg angekurbelt werden. Trotzdem gibt es auch Kritik.

Freiberg.

Vollauf zufrieden zeigt sich Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos) mit der Resonanz auf die Silberbaude vorm Freiberger Rathaus. "Der Zuspruch ist sehr groß - nicht nur zu den Zeiten, wo prominente Vertreter der Stadt Glühwein mit ausschenken", sagt Krüger auf Anfrage von "Freie Presse". "Was hervorgehoben werden muss: Die Menschen halten sich komplett an die Corona-Regeln."

Laut Andrea Tschöckel vom Unternehmen GSM, das die Silberbaude mit organisiert, ist der Absatz zwar nicht vergleichbar mit dem Christmarkt. "Aber wir freuen uns, dass wieder mehr Menschen in der Stadt unterwegs sind", sagt Andrea Tschöckel.

Donnerstags und freitags in der Zeit von 15 bis 17 Uhr erhalten Leute, die einen Kassenbon über einen Einkauf in Höhe von mindestens 20 Euro in einem innerstädtischen Geschäft einreichen, einen Glühwein oder einen alkoholfreien Punsch gratis. Dann schenken OB Krüger selbst oder Vertreter Glühwein aus. Vorige Woche standen auch Bürgermeister Holger Reuter und Amtsleiter Jörg Woidniok sowie die Saxonia-Geschäftsführer Erich Fritz und Heiko Schwarz hinterm Tresen. Auch Geschäftsführer von städtischen Unternehmen haben sich Krüger zufolge bereit erklärt mitzumachen. "Unsere Aktion ist in jedem Fall gesichert", sagt er.

Wie viele Becher Glühwein bislang gratis ausgeschenkt wurden, teilt die Stadtverwaltung nicht mit. Es seien "Kassenbons im dreistelligen Bereich" eingereicht worden. "Dabei liegen die Beträge der eingereichten Quittungen nicht nur um 20 Euro, sondern oft weit über 100 Euro. Das zeigt auch Verbundenheit der Freiberger mit unserem Einzelhandel", so der OB.

Eine Leserin wandte sich an die "Freie Presse", weil sie sich angesichts der geltenden Coronaverordnung wie Kontakteinschränkungen und Abstandsregeln über die Silberbaude vor dem Rathaus und das Engagement des Oberbürgermeisters wundert. Dazu Krüger: "Die Aktion soll unsere Innenstadt beleben und unsere Händler unterstützen. Selbstredend gilt auch hier die Corona-Schutz-Verordnung - also Abstand halten, -Mund-Nasen-Schutz tragen und so weiter." Zudem könne das Getränk nur erworben, aber nicht vor Ort getrunken werden. Es sei ein Glühwein to go für einen guten Zweck. Und Krüger ergänzt: "Wir müssen bei all unseren Entscheidungen bedenken: Gerade im stationären Einzelhandel arbeiten Menschen, die auf Umsätze angewiesen sind. Gerade deswegen versucht die Stadt Freiberg alles, um den Einzelhandel zu unterstützen, damit auch die Geschäfte die Herausforderungen der Coronazeit überstehen."

Neben den Verkaufsständen des Weihnachtszaubers bieten auch mehrere Geschäfte und Lokale in der Freiberger Innenstadt einen Glühwein to go an. Was auffällt: Sieht man in der warmen Jahreszeit viele Passanten mit einem Eis "auf der Hand", ist es derzeit der Becher Glühwein oder Punsch.

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