Protest gegen die Corona-Politik: Zahl der "Spaziergänger" in Freiberg wächst

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Diesmal brachten mehr als 800 Menschen in Freiberg ihren Unmut über die Corona-Politik zum Ausdruck. Die Polizei ließ den Zug gewähren.

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1414 Kommentare
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  • 5
    3
    994374
    04.05.2021

    Bin der Meinung, dass nur solche Verbote erlaubt sein dürften, die tatsächlich die Verbreitung des Virus vermindern. Das hat mit Grundrechtseinschränkungen nichts zu tun, denn dies dient dem Schutz von Leben/Gesundheit.
    Leider ist es unvermeidbar, dass zur Aufrechterhaltung der "Versorgung" Nahverkehrsmittel, Produktionsstätten usw. nicht geschlossen werden können. - Diese Risiken müssen eingegangen werden. (Traurig für die Betroffenen ohne Home-Office!)
    Ob die Welt untergeht, wenn Schulen eine Zeit lang geschlossen bleiben, wage ich zu bezweifeln.

    Was die Ansteckungsrisiken von Demos im Freien angeht, erinnere ich an die Erkenntnisse der Aerosolforschung, die eine Ansteckung unter im Freien ziemlich unwahrscheinlich machen. (Wenn man nicht gar so dicht zusammenkriecht!)
    Soll aber nicht heißen, dass ich ALLE Forderungen der Demonstranten richtig finde. - Wer fordert, auf Teufel komm raus seinen Geschäften nachgehen zu können, weil er sonst pleite macht, …max. Textlänge erreicht.

  • 17
    10
    heidimartin
    04.05.2021

    @silvio9773 Dann melden Sie bitte eine ordentliche Demonstation/Versammlung an und machen Sie ihre Forderungen deutlich, sodass es für jeden ersichtlich wird was Ihre/eure Motive sind. Das ist ihr gutes Recht. Was spricht dagegen? Da dies aber nicht getan wird, lässt in meinen Augen nur den Schluss zu, dass Sie gezielt provozieren wollen und sich somit leider gegen demokratische Grundwerte stellen. In meinen Augen treiben Sie damit leider die Spaltung der Gesellschaft voran und verschlimmern die bereits sehr angespannte Lage. Sollte die Polizei irgendwann dann doch hart durchgreifen, was nach der aktuellen Gesetzeslage denkbar und möglich wäre, wird schließlich der Aufschrei hinsichtlich angeblicher Meinungsunterdrückung, Staatsdiktatur und Unterdrückung des Volkswillen erklingen...

  • 17
    7
    Chilischoten
    04.05.2021

    @silvio9773: Respekt das Du dich in der Diskussion als "Spaziergänger" zu erkennen gibst. Es ist gut,wenn auch die Spaziergänger ihre Ziele/Meinung erläutern.
    Es hat sich auch letzte Woche gezeigt, dass nicht die"Spaziergänger" die Konfrontation suchen, sondern Personen die Langeweile haben. Die "Spaziergänger" sind auch nicht mit den Querdenker Demos zu vergleichen.
    Aber zu den Zielen habe ich folgendes anzumerken:
    Geschäfte und Restaurants sollen öffnen. Das begründet ihr mit den Grundrechten. Ich habe mal nachgeschaut, das Recht auf Konsum ist nirgends verankert. Also ist die Forderung der Öffnung nicht zu rechtfertigen.
    Bei Schulen und Kitas gehe ich mit. Aber leider haben die sich als Übertragungsherd herausgestellt. Wer schützt da also die anderen Familien/Kinder? Bildung und Gesundheit ist gleichwertig, da wird es keinen goldenen Weg geben
    Aber was ist mit Artikel 2: Recht auf Leben, Recht auf körperlicher Unversehrtheit? Bleiben diese Grundrechte bei euch auf der Strecke?

  • 14
    21
    silvio9773
    04.05.2021

    Was wir Spaziergänger wollen ?
    Rücknahme der Coronaverordnungen ,zum Beispiel Öffnung aller Geschäfte,Restaurants,Schulen,Kitas ,Sportstätten usw.
    Keine Einschränkung der Grundrechte.
    @heidimartin : JA es ist ein stiller Protest gegen die CoronaMaßnahmen. NEIN : Wir wollen keine Konfrontation mit der Polizei und so etwas käme uns nicht gelegen .
    Wir möchten einfach nur friedlich durch Freiberg spazieren gehen.Gewalt lehnen wir ab und distanzieren uns davon.

    Und wenn es so wäre , daß wir Spaziergänger uns mit Corona infizieren müssten es ja Montags immer weniger Menschen werden statt mehr.

    Es braucht auch keine Genehmigung und auch keinen Leiter für einen Spaziergang.

    Es stimmt auch nicht das Abstände nie eingehalten werden, dafür gibt es genug Videos die dies beweisen.Und mir ist auch neu das ich beim spazieren gehen eine Maske tragen muss.

  • 18
    10
    Anwohnerin
    04.05.2021

    Seine Meinung kundzutun, finde ich richtig und wichtig. Darf auch nicht verboten werden. Die Meinungs-und Versammlungsfreiheit ist ein wichtiges Recht in einer Demokratie. Dieses Recht einzufordern, dabei aber das Recht der anderen (Gesundheit?) mit Füssen zu treten, ist nicht okay.
    Demonstration ja- aber zumindest unter Einhaltung von Abstand/Maske.
    Pauschales Eingreifen und Verbieten wäre deshalb auch nicht gut. Wer sich aber nicht an Regeln hält (Maske), sollte schon des Platzes verwiesen werden können.
    Wenn alle wissen, dass der "Spaziergang" nicht geahndet wird, werden es doch nächste Woche sicher noch mehr!
    Diese Menschen werden geschützt - wer schützt uns? Die Kinder z.b. dürfen schon wieder nicht in die Schule. Waren sie dieses Jahr ja immerhin schon 1 Woche. Werden sie wenn es so weitergeht auch den Rest des Schuljahres nicht mehr dürfen. Bildung ist ja überflüssig... Gute Basis, weiter so! Wie positioniert sich Herr Krüger??

  • 11
    13
    markushnl
    04.05.2021

    @heidimartin
    Kann ich so unterschreiben. Jedoch finde ich es auch schwierig, da diese Personen sich ohne große Gegenwehr im allgemeinen Recht sehen und noch weiter abdriften.

  • 14
    21
    Romanus
    04.05.2021

    Den Demonstranten, Querdenkern, Coronaleugnern ist es doch mit zu verdanken dass sich das Virus so stark verbreitet hat. Deshalb müssen sie mit "Protesten" ihre "Erfolge" in der Öffentlichkeit kundtun. Ob sie sich und andere schützen wenn sie Niesen ? Das reinigt den Kopf!

  • 21
    16
    heidimartin
    04.05.2021

    Ich denke durch das gezielte nicht-tragen eines MNS und nicht-einhalten des Mindestabstandes bei diesen "Spaziergängen" soll ein stiller Protest gegen die Maßnahmen erbracht werden und ein möglichst großes Medienecho erzeugt/provoziert werden. Wir haben glücklicherweise, trotz des Infektionsschutzgesetzes, weiterhin Versammlungs- und Meinungsfreiheit und daher kann man dies auch nicht unterbinden. Eine Konfrontation mit der Polizei käme wahrscheinlich den meisten "Demonstanten" dabei gelegen, da sich somit das Medienecho vergrößern lässt. Das Verhalten der Polizei finde ich somit richtig, ein hartes Durchgreifen wäre unverhältnismäßig und nur im Sinne der Provokateure. Wir werden solchen "Demonstrationen" auch weiterhin gewähren lassen müssen, da wir eben nicht in einer Diktatur leben.
    Ich wünsche mir hingegen eine klare Positionierung unserer Politiker zu diesen Aktionen, allem voran von unserem OB Krüger welcher sich hier schön aus der Verantwortung zieht.

  • 53
    38
    Anwohnerin
    04.05.2021

    Und wieder lässt man den Zug einfach marschieren? Stellt zwar klare Verstöße fest , aber tut nichts?? Wir halten seit Monaten Abstand etc- damit dann so ein "Spaziergang" uns die Inzidenz schön hoch hält???
    Und jeden Montag wieder? So sinken die Zahlen sicher nicht.
    Die Ordnungskräfte/ Landesregierung sollte sich vielleicht jetzt schon mal überlegen, wie sie beim nächsten "Spaziergang" damit umgeht. Und nicht nichts tun.
    Wir trauen uns montags ab Mittag nicht mehr in den Park...

  • 58
    30
    Chilischoten
    04.05.2021

    Mittelsachsen ist mittlerweile ein Kreis mit der höchsten Inzidenz. Der Landrat und der Bürgermeister schauen weg und lassen die "Spaziergänger" gewähren. Interessante Herangehensweise um sich keine Feinde zu machen... Als im Vogtland die höchsten Inzidenzen waren, wurde der Landrat an den Pranger gestellt. Wo bleibt der Aufschrei in Mittelsachsen? Wo bleibt der Journalismus der bei der Politik das Salz in die Wunde streut?

    Mich würde interessieren welches Ziel die "Spaziergänger" verfolgen. Haben sie überhaupt ein Ziel oder einfach nur Langeweile? Warum wird ein Spaziergang/Demonstrationszug mit 800 Menschen gestattet, wenn es keinen Leiter dafür gibt, der für Vergehen haftet? Die Argumentation der Polizei ist nachvollziehbar, aber wo bleibt die Stellungnahme der Politik?

    Nein, nein, ich glaube mittlerweile lässt man alles gewähren und hofft das die Zeit der Beschränkungen bald vorüber ist... Aber ob es damit besser wird?

    Denkt mal darüber nach!

  • 22
    12
    Neuchemnitzer
    04.05.2021

    "So war der Spaziergang der Polizei-Sprecherin zufolge ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht. Außerdem wurden Hygieneregeln wie Abstandsgebot und Maskenpflicht während des Zuges weitgehend ignoriert"

    "Die allermeisten Demonstranten verortete die Polizei im bürgerlichen Milieu"

    Laut Grundgesetzt sollten Gesetze eigentlich für alle gelten, ohne Ausnahme für die, die von der Polizei als "bürgerlich" klassifiziert werden, oder nicht?

  • 68
    46
    Lisa13
    04.05.2021

    Für diese Menschen welche hier demonstrieren muß man sich schämen in Mittelsachsen zu Wohnen . Mit die höchsten Werte und da bunt und munter demonstrieren ...was haben die eigentlich im Kopf .. und das Plakat , Regierung muß weg ...ich weiß wer es hält ... ist wohl immer noch Anhänger der SED ... ich wünsche ihr Demonstranten hättet mal COVID-19 in der eigenen Familie...da würdet hier nicht da laufen ...

  • 50
    45
    DerMisanthrop
    03.05.2021

    Hoffentlich gibt's dafür gleich noch paar Wochen mehr Kockdown für Mittelsachsen. Verseitn haben wir es mit diesen Mitbürgern anscheinend. Für kich sind das Gefährder. Denn dummerweise bringen sie nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch die der anderen in Gefahr. Egoisten!

  • 107
    71
    Mia
    03.05.2021

    "Hygieneregeln, wie Abstandsgebot und Maskenpflicht wurden weitestgehend ignoriert"

    Und wer wundert sich da noch, dass der LK Mittelsachsen bei den Inzidenzen bundesweit ganz weit oben ist?

    Erst muss doch jeder Einzelne dafür sorgen, dass die Ansteckungsgefahr minimiert wird und dann kann man Forderungen stellen. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz.