Wissenschaft lebt vom Bergbau

Silberschau Stadt ist touristisch gut aufgestellt

Freiberg.

Was bringt die Landesausstellung der Stadt und den Freibergern? "Freie Presse" fragt letztmalig vor der Eröffnung am Sonnabend nach. Heute: Knut Neumann, Bergbauexperte.

Wie ist die momentane Situation bei Ihnen und wie sehen Sie die derzeitigen touristischen Möglichkeiten in Freiberg?

Was in der Vergangenheit fehlte, waren die Treffs mit der Familie, mit Freunden und natürlich im Verein. Ich denke, dass Freiberg touristisch schon seit langem sehr gut aufgestellt ist. In der Altstadt, die zur Montanregion gehört, aber auch in den Stadtteilen sind Gebäude, Parks, Straßen und Plätze in einem Zustand wie noch nie in Freibergs Geschichte. Mit der Öffnung der Terra mineralia, des Museums und des Besucherbergwerkes, den Konzerten im Dom, den Bemühungen des Theaters mit Kultur aufzufallen, der Arbeit der Vereine und der Öffnung von Zeitzeugen der Geschichte zum Tag der Schauanlagen kann Freiberg viel bieten. Gut finde ich die Bemühungen der Stadt, mit einem eingeschränkten Bergstadtfest diese Tradition am Leben zu halten.

Welche Hoffnungen verbinden Sie mit der Landesausstellung?

Die neue Ausstellung zeigt in eindrucksvoller Weise die Relikte der Jahrhunderte langen Gewinnung von Silbererzen in Verbindung mit moderner Forschung der Freiberger Universität. Damit wird nicht nur an die Vergangenheit erinnert, sondern gezeigt, dass Wissenschaft auch vom Bergbau lebt.

Auf welche Weise können Sie die Landesausstellung für sich nutzen?

Als Mitglied des Vorstandes des Fördervereins habe ich mich bereits aktiv in die Vorbereitung der Landesschau eingebracht und werde mich natürlich auch weiterhin einbringen. wjo

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