Coach trifft seinen Ex-Spieler

Der FSV Zwickau empfängt Energie Cottbus zum Derby in der 3. Fußball-Liga. Die Trainer kennen sich aus gemeinsamen Zeiten beim VfL Osnabrück.

Zwickau.

Es war ein beseeltes Lächeln, mit dem Mike Könnecke das Zwickauer Stadion verließ, unter dem Arm das Trikot von Christoph Kramer. "Ich tausche nicht oft die Spielertrikots, doch wenn man das Hemd eines Weltmeisters bekommen kann, sollte man schon zugreifen", freute sich Könnecke über das Schnäppchen. Kramer und sein Trainer Dieter Hecking von Borussia Mönchengladbach gaben den Zwickauern nach der Benefizpartie die besten Wünsche für den Klassenerhalt mit auf den Weg: "Ihr seid eine prima Truppe. Ich drücke die Daumen, dass der FSV die 3. Liga hält", sagte Hecking.

Dabei gibt es keine bessere Gelegenheit, als am heutigen Montagabend, 19 Uhr, gegen den unmittelbaren Abstiegskonkurrenten Energie Cottbus dieses Vorhaben zu untermauern. "Es gibt jetzt noch neun Endspiele. Wir wissen, wie eng es zugeht und dürfen auch nicht ein Prozent nachlassen. Wir müssen gegen Cottbus Vollgas geben und gewinnen", gab Könnecke das Motto vor. "Wir haben ein Heimspiel unter Flutlicht. Auf solche Spiele ist man als Fußballer heiß", erklärte Könnecke und versprach. "Wenn ich spiele, werde ich alles raushauen, um mit der Mannschaft Erfolg zu haben."

Für beide Vereine geht es ums Überleben in der 3. Liga. "Ich hoffe, dass wir die Fans als zwölften Mann im Rücken haben", sagt Toni Wachsmuth. Der Kapitän ließ extra den Knüller gegen Mönchengladbach sausen, um sich für Cottbus zu schonen. Wachsmuth ist einer von drei einsatzbereiten Zwickauern, der eine Energie-Vergangenheit hat. In der Saison 2007/08 lief er für die Lausitzer in der 2. Bundesliga auf, ehe es ihn zum SC Paderborn verschlug. Auch der gebürtige Spremberger Nils Miatke und Christian Bickel trugen schon das Cottbuser Trikot.

Und es gibt noch einen Berührungspunkt zwischen beiden Vereinen. Die beiden Trainer kennen sich bestens aus gemeinsamen Osnabrücker Zeiten. Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz sagt, dass "Joe Enochs bei den Westsachsen einen richtig guten Job" mache. In Osnabrück war Wollitz fünf Jahre lang Trainer von Enochs und schwärmt von den Qualitäten des gebürtigen Kaliforniers: "Joe ist fleißig und bodenständig, ein echter Kämpfertyp. Ich war froh, dass ich ihn Osnabrück als Führungsspieler in der Mannschaft hatte." Enochs ist ein guter Gastgeber und gibt das Kompliment zurück: "Pele Wollitz hat mich mit inspiriert, Trainer zu werden. Er hat mir mit seiner engagierten Art und qualitativ sehr guten Arbeit viel mit auf den Weg gegeben."

Beide stehen noch in Verbindung und tauschen sich über Dinge in der Liga aus. "Es ist nicht so, dass wir ständig telefonieren, aber wir stehen noch in Kontakt. Beim heutigen Derby muss natürlich jeder zuerst an sich und seine Mannschaft denken", so Enochs, der noch auf Entwarnung bei zwei Spielern hofft. Julius Reinhardt konnte in der vergangenen Woche aufgrund muskulärer Probleme nur ein Teiltraining absolvieren. René Lange plagte sich nach dem Spiel in Aalen (1:1) mit Adduktorenbeschwerden herum.

Voraussichtliche Aufstellung, FSV: Brinkies - Barylla, Wachsmuth, Gaul, Kartalis (Lange) - Schröter, Reinhardt (Hoffmann), Frick, Miatke - Könnecke (Bonga), König.

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