Engagierter Auftritt wird nicht mit Punkten belohnt

Der Chemnitzer FC kehrte vom Drittliga-Spitzenreiter MSV Duisburg mit einer knappen 1:2-Niederlage zurück. Garcia traf zum zwischenzeitlichen Remis.

Duisburg.

Die Kicker des Chemnitzer FC hatten sich für ihren Auftritt beim MSV Duisburg durchaus viel Lob verdient. Die Truppe von Cheftrainer Patrick Glöckner zeigte sich gegenüber der jüngsten Heimpleite gegen Großaspach spielerisch deutlich verbessert und trat zugleich viel selbstbewusster auf. Da Fußball jedoch ein Ergebnissport ist, mutierte der positive Gesamteindruck zur Makulatur. Denn nach 90 Minuten stand für die Himmelblauen eine 1:2 (0:1)-Niederlage gegen den Tabellenführer zu Buche. Immerhin bleiben die Chemnitzer in der 3. Liga weiterhin mit vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang über dem Strich.

"Wir traten ohne Respekt vor dem Gegner auf, glaubten an unsere Stärken, gingen in den Umschaltmomenten sehr zielstrebig zur Sache und hatten unsere Chancen", registrierte Glöckner, dass seine Truppe eine Reaktion gezeigt hatte. Natürlich wusste er auch, dass das Resultat dazu nicht passte. "Die zwei Gegentore haben wir praktisch dem Gegner geschenkt. Die Niederlage tut weh, aber die Schmerzen werden wir abschütteln", meinte der Coach.

Wie angekündigt hatte er seine Startelf umgebaut. Für Niklas Hohenender, der gegen Großaspach einen Schlag auf das Knie bekommen hatte, lief Clemens Schoppenhauer von Beginn an auf. Für Mittelfeld-Malocher Daniel Bohl (muskuläre Probleme) mischte Lennard Maloney mit, in der Offensive erlebte Florian Krebs sein Startelf-Debüt. Während Hoheneder wenigstens auf der Auswechselbank Platz nahm, fehlte Bohl ganz. Nach einer kurzen Phase des Abtastens wurde der CFC in der zehnten Minute eiskalt erwischt. Die Hintermannschaft entschloss sich in dieser Situation, Lukas Daschner lediglich Geleitschutz zu gewähren und nicht konsequent zu verteidigen. Und schon zappelte das Leder im Kasten. Den 0:1-Rückstand verkraftete die Glöckner-Elf jedoch ganz gut und blieb offensiv nicht untätig. Ein Kopfball von Maloney nach Freistoß-Vorlage von Rafael Garcia stellte jedoch in der 20. Minute kein Problem für Schlussmann Leo Weinkauf dar.

Chemnitz präsentierte sich von Beginn an taktisch flexibel. Davud Tumas Eingabe fischte der Duisburger Schlussmann vor dem heranrauschenden Philipp Hosiner noch weg (43.). Da sich auch Duisburg im Angriff bis zur Pause keinen weiteren Meriten verdiente, ging es mit der knappen Führung in die Kabinen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts blieb Chemnitz flott auf den Beinen und sollte für das gezeigte Engagement bald belohnt werden. In der 54. Minute bediente der zur Halbzeit eingewechselte Paul Milde Garcia. Der 26-Jährige verwertete den Ball aus spitzem Winkel zum 1:1. Die Partie blieb auch anschließend alles andere als langweilig und wurde von beiden Seiten intensiv geführt. Mit fortschreitender Zeit beschäftigte der MSV die Gäste-Abwehr wieder etwas mehr. In der 80. Minute war es dann soweit: Kapitän Moritz Stoppelkamp vollendete zum 2:1 und erstickte die Chemnitzer Hoffnungen auf einen Punktgewinn.

"Wir haben sicherlich eine Reaktion gezeigt, waren griffig in den Zweikämpfen und haben guten Fußball gespielt. Doch vom Ausgang sind wir natürlich enttäuscht", erklärte Garcia, der von seinem Chef für seine gezeigte Leistung ein Sonderlob erhielt. "Bis zum nächsten Spiel am Mittwoch gegen Ingolstadt werden unsere Köpfe aber auf jeden Fall wieder nach oben gehen", blickte der Torschütze voraus.

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