FSV Zwickau will nicht nachlassen

Die Westsachsen peilen beim SV Meppen einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt an. Das Spiel ist zudem eine gute Gelegenheit, sich für einen neuen Vertrag anzubieten.

Zwickau.

Mit 16 Punkten aus den letzten sieben Spielen hat der FSV Zwickau einen tollen Endspurt in der Dritten Fußball-Liga angezogen. Glückwünsche für den Klassenerhalt wehrt Trainer Joe Enochs jedoch ab: "Wir sind noch nicht durch und müssen weiter punkten. Wir wollen uns am Sonnabend in Meppen das nächste Erfolgserlebnis verschaffen und zumindest einen Zähler mit nach Zwickau nehmen."

Nach dem Höhenflug der letzten Wochen sieht Enochs freilich keine Veranlassung, große Veränderungen am System und in der Startelf vorzunehmen. Einzig auf René Lange (fünfte Gelbe Karte) muss der Coach verzichten. Für den Blondschopf wird Alexandros Kartalis als Linksverteidiger beginnen. Dieser kann sich damit auch ins Schaufenster für einen neuen Vertrag stellen. "Darüber denke ich noch nicht nach. Wir müssen erst alles klarmachen, dass wir in der Liga bleiben. Ich kann mir aber vorstellen, in Zwickau zu bleiben", meint Kartalis.

Auch Nico Antonitsch weist Anfragen über seine fußballerische Zukunft noch zurück: "Jetzt beschäftige ich mich nur mit der Aufgabe in Meppen - und dass in den letzten vier Saisonspielen noch zwölf Punkte zu vergeben sind. Ich will mit der Mannschaft die bestmögliche Platzierung erreichen und natürlich gegen Chemnitz den Sachsenpokal holen." Der Österreicher hat seine Umstellung vom Innenverteidiger auf die rechte Abwehrseite problemlos gemeistert. Er habe schon früher in seiner Heimat als Rechtsverteidiger gespielt. Es komme nicht so sehr auf die Position an, sondern darauf, dass der Abwehrverband gut funktioniere und jeder in der Mannschaft seine Aufgaben erfülle, so Antonitsch, der eindringlich vor dem SV Meppen warnt: "Das ist ein unangenehmer Gegner. Die sind schwer zu bespielen, stehen defensiv sehr stabil und geordnet und haben auch offensiv viel Qualität. Wir müssen ans Limit gehen, wenn wir den Platz als Sieger verlassen wollen."

Auch wenn sich Antonitsch offiziell noch nicht über seine Zukunft äußert, unterstreicht er bei jeder passenden Gelegenheit, dass er sich beim FSV wohlfühlt und sich eine Vertragsverlängerung vorstellen könne. Zwickau sei wie eine zweite Heimat für ihn geworden und das Zuhause in Österreich sei nicht aus der Welt, betont der 27-Jährige. Von Westsachsen bis nach Ried im Innkreis sind es etwas mehr als 400 Kilometer. "Wenn ich mal freihabe, fahre ich nach Österreich, aber meistens besuchen mich meine Angehörigen in Zwickau, so war es auch zu Ostern. Da passt alles", gibt der Steirer Einblicke in das Familienleben. Zu bedenken gibt er allerdings, dass man als Fußballprofi nur wenige Jahre Zeit hat, um an seiner Karriere zu arbeiten und das Beste daraus zu machen. Generell sei er aber zu Gesprächen bereit.

Joe Enochs hofft, dass seine Mannschaft beim SV Meppen, der wieder auf die zuletzt fehlenden Stammkräfte Thilo Leugers, Marius Kleinsorge und Nico Granatowski bauen kann, den Deckel auf den Klassenerhalt macht: "Wir wollen dort mit der Leidenschaft und Mentalität der letzten Spiele auftreten, müssen aber fußballerisch zulegen. Da hat mir zuletzt einiges nicht gefallen, wenn auch die Punkte wichtiger sind, als gut zu spielen."

Voraussichtliche FSV-Aufstellung: Brinkies - Antonitsch, Wachsmuth, Gaul, Kartalis - Schröter, Reinhardt, Frick, Miatke - König, Lauberbach.

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