Abschied nach einem halben Jahrhundert Kinderkrippe

Christine Werner hat in Bad Elster drei Generationen von Kindern betreut. Jetzt hatte sie ihren letzten Arbeitstag.

Bad Elster.

Als "Tante Christine" war sie fast ein halbes Jahrhundert eine Institution in Bad Elster: Jetzt geht Christine Werner in den verdienten Ruhestand. "Mit einem lachenden und weinenden Auge", gesteht sie. In ihren 49 Berufsjahren als Erzieherin in der Krippe der Kindertagesstätte Bad Elster hat sie fast drei Generationen von Kindern betreut, versorgt, erzogen und getröstet. "Sie hatte viele Kinder auf dem Schoß und hat die Kinder der Kinder heranwachsen sehen", sagte Andrea Höhler, stellvertretende Leiterin der Kindertagesstätte "Elsternest".

Zu der Verabschiedung flossen reichlich Tränen. Christine Werner wurde mit guten Wünschen und Präsenten von den Mitarbeiterinnen und von Bürgermeister Olaf Schlott bedacht. Auch die Kinder sagten Tschüss. Jedes einzelne verabschiedete sich mit einer Rose, einer Praline und einem Bild.

Es war ein Glück an allen Tagen für Christine Werner, wenn sie "ihre Kinder" betreute. Da durfte auch ein musikalisches Ständchen "Wenn du glücklich bist" zum Abschied nicht fehlen. "Ich kann nur danke sagen", freute sich Christine Werner über eine solche, von so viel Herzlichkeit getragenen Verabschiedung, bei der sie auch von der ehemaligen Kindergartenleiterin Sonja Enderlein für viele gemeinsame Jahre Zusammenarbeit noch einmal innig umarmt wurde. "Ich denke, Sie hatten ein erfülltes Arbeitsleben und können sich nun auf den Ruhestand freuen", spendete Bürgermeister Olaf Schlott (Unabhängige Bürgerschaft) tröstende Worte, denn "Tante Christine" hätte doch auch gerne noch etwas länger ihre Steppkes um sich gehabt, wenn es gesundheitlich möglich gewesen wäre. "Mir fällt der Abschied auch deshalb so schwer, weil das ganze Team der Einrichtung wie eine große Familie war und immer auch Freude und Leid geteilt hat", blickte Christine Werner zurück.

Am 1. September 1972 hatte sie ihre Tätigkeit in der ehemaligen Kindereinrichtung "Clara Zetkin" in der Dr.-Richard-Schmincke-Straße aufgenommen und ab 1985 als Leiterin der Kinderkrippe im heutigen "Elsternest" fortgesetzt. Ab 1990 war sie dort als Erzieherin tätig. "Es ist schon eine ganz schöne Umstellung, aber ich freue mich auch schon über die künftigen Spaziergänge mit meinem neuen Schäferhund an der Seite", sagte Christine Werner. Mit Sicherheit werden ihr dann bestimmt noch lange viele Kinder mit einem fröhlichen "Hallo, Tante Christine!" auf der Straße zuwinken.

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