Badeteich Tannenbergsthal: Toilettenhaus wird abgerissen

Über eine Ersatzvariante will der Gemeinderat entscheiden und holte sich dazu Angebote ein. Für die Freizeitstätte wird nach Lösungen gesucht.

Tannenbergsthal.

Er war auch in diesem Sommer wieder ein Anziehungspunkt für viele Badegäste, der Teich in Tannenbergsthal. Und die kommen längst nicht nur aus der Gemeinde Muldenhammer. Das liegt am Ambiente der Anlage und an der guten Wasserqualität. "Die ist wirklich top. Das hat die Unter- suchung in diesem Jahr wieder gezeigt", hatte Bürgermeister Jürgen Mann (Freie Wähler) in der Sitzung des Gemeinderats im September gesagt, als der Badeteich schon einmal Thema gewesen war.

Grund war das in diesem Jahr geschlossene Toilettenhäuschen - und die damit verbundene Frage, ob es überhaupt je wieder geöffnet wird. Gemeinderat Claus Reichelt (Die Linke) hatte die Angelegenheit zur Sprache gebracht. "Wir haben eigentlich nur zwei Möglichkeiten - entweder viel Geld zu investieren oder Abriss des Gebäudes", hatte dazu der stellvertretende Bürgermeister Thomas Gütter (Freie Wähler) deutlich gemacht und ergänzt:: "Wahrscheinlich ist das Aufstellen eines Dixi-Klos billiger."

Das Toilettenhäuschen wurde in der Vergangenheit von einer Einwohnerin betreut, was freilich nicht immer eine angenehme Aufgabe war. Diskussionen um die Zukunft des Gebäudes gab es schon, als Tannenbergsthal noch eine selbstständige Gemeinde war, das war vor der 2009 erfolgten Bildung der Einheitsgemeinde Muldenhammer. "Es ist ein Trockenklo, ohne Anschluss an die Entsorgung", zeigte Bürgermeister Mann die Situation auf.

Gemeinderat Daniel Frank (Freie Wähler) sprach das Thema in dieser Woche erneut an. Dass das alte Häuschen keine Zukunft mehr hat, darüber herrschte Einigkeit unter den Abgeordneten. Offen ist die Frage der Alternativen. Die nächste Badesaison kommt auf jeden Fall - und mit ihr wieder Badegäste, die natürlich auch mal ein sogernanntes Bedürfnis haben. Ob ein Dixi-Klo die Lösung sei könnte, wie es am Badeteich im benachbarten Muldenberg praktiziert wird, oder ein Toiletten-Container, darüber gehen derzeit die Meinungen auseinander - auch wegen möglicher Geruchsbelästigungen. Man will nun dazu entsprechende Angebote einholen.

Bürgermeister Mann möchte aber eine zu große Aufwertung des Tannenbergsthaler Badeteiches vermeiden. Er befürchtet, dass dann irgendwann die Forderung nach einem Schwimmmeister auf die Gemeinde zukommt, mit entsprechenden finanziellen Belastungen. "Wir sollten bei einem naturbelassenes Gewässer bleiben", meint er.

Das mit Platten ausgelegte Gewässer wird stets vor Beginn der Badesaison abgelassen und durch Mitglieder freiwillige Feuerwehr gründlich gereinigt. 2016 investierte die Gemeinde Muldenhammer bereits einmal rund 10.000 Euro, um einen Schaden am Damm zu beheben. Damals war im Juli das Wasser aus Sicherheitsgründen zunächst komplett abgelassen worden. Als das Bad nach der Reparatur wieder geflutet wurde, konnte wegen der warmen Witterung noch bis weit in den September gebadet werden.

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