Buschhaus in Liedern verewigt

Buschhaus- Geschichten: Vor dem Abriss erinnern sich die Vogtländer. Heute: Zwei Lieder, in denen das legendäre Hotel eine Rolle spielt.

Zwei weitere Beiträge mit Erinnerungen an das Haus in Mühlleithen haben die Redaktion erreicht.

"Hutzenohmde beliebt"

Sag zum Abschied nicht leise Servus, sondern mach ein Abschiedsfest: Die Idee von Horst Deglau, ehemaliger Chef des Hotel Buschhaus in Mühlleithen, finden wir sehr schön. Dieses Haus schrieb in vielerlei Hinsicht nicht nur Geschichte, sondern war über Generationen hinaus ein Anziehungspunkt, für Promis das 1. Haus am Platze und für Touristen ein Besuchermagnet. Für Deglau stand der gute Ruf dieses Hauses immer im Mittelpunkt. Vor allem war im Buschhaus immer was los. Uns verbindet mit dem ehemaligen Hotel die Musik. Viele Veranstaltungen wurden durchgeführt, eine davon war die berühmte "Feuerzangenbowle" mit den Melodie-Rythmikern, da hat das Buschhaus im wahrsten Sinne des Wortes "gebuscht". Für uns als Heimatgruppe Zwota war es in der Weihnachtszeit am allerschönsten. Aus Nah und Fern kamen Busse zu unseren Veranstaltungen wenn es hieß: "Auf zum Hutzenohmd ins Buschhaus". Der Klingenthaler Wilfried Körner hatte unserer Gruppe extra ein Lied geschrieben:

"Auf zum Hutzenohmd ins Buschaus in Mühlleithen auf dem Aschbergkamm,

auf zum Hutzenohmd ins Buschhaus, da kannst Du fröhlich sein ein Leben lang....

Für uns eine sehr schöne Zeit, die man nicht vergisst. Deshalb sind wir auch der Meinung, dass mit einem Abschiedsfest dieses legendäre Haus doch noch einen würdigen Abschluss findet.

Isolde und Ulrich Ebert Zwota

"Wunderbare Zeit"

Ich habe als Jugendliche im Buschhaus am Wochenende oft gearbeitet und auch in den Ferien. Zimmer reinigen unter Anleitung von Dora war schon eine Herausforderung, anschließend ging es in der Küche weiter. Es war eine wunderbare Zeit, ein tolles Team und Herr Deglau ein super Chef. Ich denke sehr gerne daran zurück.Annett Weiß


Buschhaus auf Liedpostkarte

Als im vergangenen Jahr Mühlleithen das 200-jährige Ortsjubiläum beging, war bei den Recherchen zur Ortsgeschichte eine Liedpostkarte aus den 1930er Jahren zum "Buschhaus" (Foto unten) gefunden worden. Den Text hatte Walter Rauner verfasst, die Musik stammte von Fritz Oelhorn, von dem bekannt ist, dass er zu jener Zeit an der Klingenthaler Musikschule unterrichtet. Zum Texter Walter Rauner informierte der Klingenthaler Jörg Hornoff, dass dieser 1949 von Klingenthal nach München gegangen und dort eine Gaststätte betrieben habe. Als begeisterter Wintersportler sei er noch oft zu Internationalen Damenskirennen nach Mühlleithen gekommen. (tm)

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