Gopplasgrün wird bis Ende Oktober zum Verkehrs-Nadelöhr

Seit Montagfrüh wird die B 283 zwischen Wohl- hausen und der Gopplasgrüner Höhe gebaut. Eine Umleitung führt über Erlbach. Dort ist es eng.

Gopplasgrün.

Die Dunkelheit kann manchmal auch von Vorteil sein. Die Scheinwerfer künden die Fahrzeuge schon an, lange bevor man diese überhaupt sieht. So bleibt bei Gegenverkehr auf der schmalen Dorfstraße in Gopplasgrün doch etwas Zeit zum Reagieren, um eine Ausweichmöglichkeit zu finden. Zeit sollte man freilich mitbringen. Wenn die Linienbusse aus Richtung Erlbach nach Schöneck und Klingenthal hinauf zur Gopplasgrüner Höhe fahren, ist für Gegenverkehr kaum noch Platz. Für die nächsten sechs Wochen ist das Alltag.

Seit Montag ist die Bundesstraße 283 zwischen der Gopplasgrüner Höhe und dem Markneukirchner Ortsteil Wohlhausen wegen Straßenbau gesperrt - und das voraussichtlich bis zum 25. Oktober. Das heißt, dass morgens der gesamte Berufsverkehr, der aus Richtung Klingenthal und der Tschechischen Republik ins Gewerbegebiet Markneukirchen rollt, die Umleitung über Gopplasgrün und Erlbach nehmen muss. Eine Ampel an der Gopplasgrüner Höhe soll mit Grünphasen von 30 Sekunden den Verkehr in Richtung Gopplasgrün schon einmal entschleunigen. Allerdings ignorierten am frühen Dienstagmorgen mehrere Fahrzeugführer die Rot-Phase, zwei fuhren dort in den Baustellenbereich und mussten dort mühsam wenden.

Eng wird es nach der Ampel trotzdem, in Gopplasgrün gibt es auf der einzigen Straße kaum Ausweichstellen. Eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h ist dort schon unter normalen Verhältnissen ausgeschildert. Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme sind für alle Verkehrsteilnehmer oberstes Gebot. Staus dürften trotzdem nur eine Frage der Zeit sein. Auch die Linienbusse müssen diese Strecke nehmen, bereits am Montag kam es dabei zu Verspätungen.

Lkw, die aus Richtung Klingenthal und Schöneck nach Markneukirchen wollen, werden von der Kärrnerstraße über Gunzen/Breitenfeld und über die Platten nach Markneukirchen zur B 283 umgeleitet. Auch dort geht es streckenweise sehr eng zu. Gebaut wird auch in Siebenbrunn.

Der Durchgangsverkehr von und nach Auerbach und das Erzgebirge wird weiträumig um Markneukirchen und Klingenthal geleitet, da in Klingenthal auch der Königsplatz derzeit noch eine Baustelle ist.


Verkehr: Was wird zur Kirwe?

Ein Chaos sieht Ortsvorsteher André Worbs (Freie Wähler) Ende Oktober auf Erlbach zurollen - in die Bauzeit fällt die 309. Kirwe (18.-21. Oktober), zu der ohnehin Ausnahmezustand ist. Die Umleitung mitten durch den Ort ist das eine, die schwierigere Anreise das zweite. Worbs: "Das ist ein Schlag ins Kontor und wird sich auch finanziell auswirken", erklärte er am Montagabend und kritisierte die Informationspolitik des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr zum Bau.

Worbs bat Markneukirchens Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos), bei Straßenbaubehörden darauf hinzuweisen, dass Erlbach ein großes Volksfest hat, bei dem die Verkehrsregelung 2018 dank Hilfe der Polizei super geklappt habe. "Das mache ich gerne. Ich habe die Hoffnung, dass sie früher fertig werden. Sie wollen ja schnell abfräsen und gleich mit dem Asphalt anfangen", so Rubner. (hagr)

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