Grünes Licht für die Rotlicht-Offensive

Die Pläne der Plauener Stadtverwaltung für drei neue Blitzer gegen Rotlichtverstöße an Ampelkreuzungen sind auf großes Echo gestoßen. Manch einer hat sogar Vorschläge für weitere Standorte.

Plauen.

Mit ihren Plänen für drei neue Blitzer gegen Rotlichtverstöße an Ampelkreuzungen hat die Plauener Stadtverwaltung einen Nerv getroffen. Das jetzt von der Bußgeldstelle im Rathaus auf Anfrage der "Freien Presse" bestätigte Vorhaben ist auf ein lebhaftes Echo gestoßen. Rotlichtverstöße durch Fahrzeugführer sind demzufolge tatsächlich ein Problem. Das geht aus Wortmeldungen zum Bericht und Meinungsäußerungen in sozialen Netzwerken hervor. Entgegen der sonst bei neuen Blitzern üblichen Vorwürfe der Abzockerei - diese gibt es auch - werden die Pläne für die RotlichtOffensive überwiegend begrüßt.

"Freie Presse"-Leser Bertram Zetzsche setzte mit einem weiteren Vorschlag sogar noch einen drauf: "Eigentlich müsste auch beim Fußgängerüberweg auf der Friedensstraße in Höhe IHK in beiden Fahrtrichtungen ein Rotlichtblitzer stehen. Ich habe von mehreren Seiten schon Schockierendes gehört und selber erlebt. Für viele Autofahrer existiert die Farbe ,Rot' überhaupt nicht. Richtung Oberer Bahnhof wird noch einmal Gas geben, um die nächste Ampel zu schaffen und Richtung Friedensbrücke ist man ja gerade in Bewegung. Außerdem wird die Fußgängerampel von den Schüler der Friedensschule benutzt. Also wäre eine Kontrolle dort mehr als sinnvoll", regt Zetzsche an.

Auf der Internetseite der "Freien Presse" kommentierte ein anonymer Nutzer: "Ich hätte noch zwei Vorschläge: Am Oberen Bahnhof an der Pausaer Straße. Dort lebt man mehr als gefährlich, wenn man vom Bahnhof kommt und in Richtung Punkthäuser geht. Immer wieder beobachte ich, dass Autofahrer von der Friedensstraße ohne Rücksicht auf Verluste über die Kreuzung brettern und nicht beachten, dass für die Fußgänger ,Grün' ist. Das gleiche gilt auch für die Kreuzung am Dittrichplatz. Insgesamt lebt man als Fußgänger in Plauen recht gefährlich, denn auch auf dem Fußweg ist man vor rasenden Radfahrern nicht sicher."

Andere halten sarkastisch gegen: "Sperrt doch Plauen gleich ab zum Schutz der Fußgänger. Ach nein, geht ja nicht. Gehen Einnahmen flöten." Auf der Facebook-Seite der "Freien Presse" Vogtland kommentierte einer lakonisch: "Sind die festen Blitzer weg, kommen neue daher." Ein anderer findet die Pläne "einfach nur lächerlich und Geldschneiderei". Ein Auswärtiger kommentierte die Pläne Plauens auf der Internetseite der "Freien Presse" mit einem Stoßseufzer: "Das wäre in Glauchau auch dringend nötig!"

Die Stadtverwaltung begründet die neuen Blitzer unter anderem damit, dass bei einer Zählung an der Reichenbacher Straße/Knielohstraße innerhalb einer Stunde bis zu 15 Rotlichtverstöße gezählt worden waren. Der erste der drei neuen Geräte wird dort am 1. November in Betrieb gehen. Er wird in Richtung Röntgenstraße die Rotlichtphasen überwachen. Weitere Geräte folgen bis Januar an der Trockental-/Straßberger Straße in Richtung Dittrichplatz und an der Chamisso-/Reißiger Straße stadteinwärts. (mit manu)

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