Harmonikamuseum bereitet Jubiläum vor

Im April besteht die Zwotaer Einrichtung 35 Jahre. Das Jubiläum soll begangen werden. Welche Ideen es dazu gibt.

Zwota.

Mit dem Harmonikamuseum Zwota besitzt der seit 2013 zur Großen Kreisstadt Klingenthal gehörende Ortsteil eine der größten sächsischen Sammlungen an sogenannten Zungeninstrumenten. Der Fundus besteht aus mehr als 2000 Instrumenten und ist für Laien, Fachleute der Musikbranche und Wissenschaftlern gleichermaßen von Interesse. Die Eintragungen im Gästebuch belegen, dass die Ausstellung auch international bekannt ist.

Eröffnet worden war das Museum im April 1986 zunächst als Heimatstube im sogenannten Ludwig-Haus, dem Sitz der 1844 gegründeten Firma Gebrüder Ludwig. Die Initiatoren - Heinz Eichelberger und Hans Heinig - sind inzwischen verstorben. Heinz Eichelberger, einst Generalsekretär des 1961 gegründeten Nationalen Harmonika-Zentrums der DDR und beruflich als Kundendienstchef der Klingenthaler Harmonikawerke tätig, hatte ab den frühen 1960er Jahren begonnen, Instrumente zu sammeln. Diese bildeten den Grundstein für die erste Heimatstube.

1992 übernahm die Gemeinde Zwota das Museum und sorgte anschließend auch dafür, dass die Sammlung ein neues Domizil in der 1993 geschlossenen Mittelschule bekam. Leitete zunächst Elke Eßbach im Auftrag der Gemeinde das Harmonikamuseum, so liegt die Verantwortung seit 1999 in den Händen eines Fördervereins, der seit 2013 eng mit der Stadt Klingenthal zusammenarbeitet. Bis Januar 2019 war der im Vorjahr verstorbene langjährige Zwotaer Bürgermeister Siegward Glaß der Vorsitzende, seither steht Ortsvorsteher Hans Schlott an der Spitze.

Wie das 35-jährige Jubiläum begangen werden kann, dazu gab es in dieser Woche erneut eine Beratung im Förderverein. Geplant ist derzeit, Ende April oder spätestens im Mai eine kleine Veranstaltung durchführen zu können, die von Mike Gottsmann aus Sohl musikalisch umrahmt werden soll.

Derzeit geht man davon aus, dass im Sommer auch wieder regelmäßig am ersten Samstag im Monat geöffnet werden kann. Dann sollen diese Samstage jeweils unter ein musikalisches Thema gestellt werden - von den Solisteninstrumenten im Akkordeonbereich über die elektronischen Tasteninstrumente bis hin zu Mundharmonika. In Vorbereitung ist auch die Herausgabe eines Themenheftes vom "Aschberger Land" - quasi als Führer durch das Harmonikamuseum Zwota.

Als Station an der Route der Sächsischen Industriekultur sieht das Museum dabei auch einer seiner Aufgaben in der Dokumentation der Geschichte der Harmonikabranche im Musikwinkel, auch die der jüngeren Vergangenheit.

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