Kaputte Loipe nur eine Lappalie?

Die wiederholte mutwillige Zerstörung der Kammloipe ist weiter in der Diskussion. Einige Fragen sind dabei weiter offen.

Muldenhammer.

Die wiederholte Zerstörung der Kammloipe im Bereich Schneckenstein ist in der Region weiter Gegenstand von Diskussionen, auch am Mittwoch im Gemeinderat Muldenhammer. Jürgen Mann (Freie Wähler) will dabei nicht die große Keule, wie er sagte, zum Einsatz bringen. Er hoffe weiter auf die Vernunft derer, die die Loipe zerstört haben - in der Hoffnung, dass sich das nicht wiederhole.

Aber auch für den Bürgermeister bleiben einige Fragen offen: Ist das mutwillige Zerstören der Loipe eine Straftat oder nur eine Ordnungswidrigkeit? "Um die Loipe zu legen und zu bewirtschaften, muss die Gemeinde Muldenhammer als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Kammloipe Verträge mit dem Sachsenforst und den betroffenen privaten Waldbesitzern schließen. Die Beschaffung der Technik für die Pflege der Loipe im Winter und ihr Einsatz kosten Steuergelder. Da ist dann in meinen Augen eine mutwillige Zerstörung keine Lappalie mehr, die nur als Ordnungswidrigkeit geahndet wird", machte er deutlich. Der im Herbst 2018 angeschaffte Pistenbully kostete rund 245.000 Euro - 85 Prozent davon flossen als Fördermittel vom Freistaat.

Eine große Sorge, nicht nur für den Bürgermeister, ist, dass so ein Vorfall sich unmittelbar vor einem Wettkampf ereignet - Kammlauf, Berglandlauf oder Schlittenhunderennen. Als Vorschlag kam deshalb auch, die Loipen zu schützen - etwa, indem an Einstiegspunkten Schneeberge angehäuft werden, um die Zufahrten blockieren.

Mit ähnlichen Problemen hatten einst auch die Klingenthaler Eishockeyspieler zu kämpfen, als sie noch auf Natureis spielten. 1995 war beispielsweise vor dem Spitzenspiel der Sachsenliga gegen Bad Muskau auf der Spielfläche Tausalz vor den Toren verstreut worden. Die Täter konnten nicht ermittelt werden.

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