Sachsens Segelflieger-Elite übt im Vogtland

Die 20 besten Nachwuchspiloten des Freistaates trainieren derzeit im Vogtland. Dabei segeln sie quer durch Deutschland.

Auerbach.

20 sächsische Segelflieger zeigen noch bis zum Sonntag bei einem Fliegerlager in Auerbach, was sie im Winter an Theorie gepaukt haben. Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Flieger, sondern um die D- und E-Juniorenkader des Freistaates. "Die besten sächsischen Segelflugjunioren", sagt Tom Schubert, Chef des Fliegerlagers.

"Wir sind dankbar, dass wir in Auerbach trainieren können und so gute Bedingungen vorfinden", so Schubert angesichts zahlreicher coronabedingter Absagen in diesem Jahr. So fällt der Pandemie beispielsweise auch die Deutsche Junioren-Meisterschaft der Segelflieger zum Opfer, die auf dem bayerischen Flugplatz Burg Feuerstein geplant war. Dafür hatten sich im Vorjahr auch sächsische Sportler qualifiziert.

Bei den Fliegern reicht das Juniorenalter laut Tom Schubert von 16 bis 25 Jahren. Während es sich bei den zehn D-Junioren um Segelflieger handelt, die auf dem Sprung in die Nationalmannschaft stehen, gehören die E-Jugend-Flieger zum erweiterten Kader, der an die Spitze herangeführt werden soll. Zum D-Kader zählt mit Pascal Schletz vom Fliegerklub Auerbach auch der einzige Teilnehmer aus dem Vogtland.

In Auerbach erhalten die Flieger Tagesaufgaben. Dabei müssen sie laut Schubert in der Luft mit "oft weit über 100 Stundenkilometern" einen Kurs mit vorgegebenen Wendepunkten bewältigen. Wer als erster das Ziel erreicht, hat gewonnen. Schubert bedauert, dass man als Zuschauer von unten aus nicht nachvollziehen kann, welche "heißen Rennen da oben stattfinden". Er spricht bei den Segelfliegern von der "Formel I am Himmel".

Nach den Erfahrungen des Fliegerlager-Chefs ist das Lösen der Tagesaufgaben die ideale Trainingsform: "Alle haben die gleichen Bedingungen. In der Auswertung kann man dann erkennen, warum einzelne Flieger langsamer oder schneller unterwegs waren." Geflogen wird in kleinen Gruppen, meist in Begleitung eines Betreuers. Dabei sind die Teilnehmer in den zurückliegenden Tagen zum Beispiel über das Erzgebirge bis Dresden und zur österreichischen Grenze geflogen.

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