Schüler tanzen für Europa

Grenzübergreifende Zusammenarbeit - dank EU kein Problem. Davon profitierten auch Schüler aus Markneukirchen.

Markneukirchen.

In der Kunstwerkstatt des Gymnasiums Markneukirchen stand am gestrigen Freitag alles im Zeichen der Europäischen Union. Im Rahmen des Wettbewerbs "Yourope - es geht um dich!" der EU präsentierten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der Partnerschule aus Schönberg/Luby vier Fahnen, die zur europäischen Einheit gestaltet wurden.

Betreut wurde das Projekt von Kunstlehrerin Michaela Popp und Gemeinschaftskunde-Referendarin Luise Wurlitzer. "Ich bin auf den Wettbewerb aufmerksam geworden und war begeistert. Hier können wir Politik und Kunst verbinden", erzählt die Referendarin. Dabei kam auch die Idee von der Zusammenarbeit mit der Grund- und Oberschule in Luby.

Vorher stand aber noch eine Tanz-Performance der Markneukirchener auf dem Plan: Zehn Schüler brachten die Geschichte der Europäischen Union aufs Parkett. Angefangen mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, über den wachsenden Zusammenhalt der immer mehr Mitgliedsstaaten und letztlich auch der Brexit, der als schmerzvoller Abschied von Großbritannien dargestellt wurde.

Die Fahnen, die in Kooperation mit tschechischen Schülern entstanden waren, verdeutlichen eine Sache besonders stark: Die Vielfalt von Europa, die in einer starken Gemeinschaft zusammenfindet. Immer wieder fanden sich auch heimische Aspekte, wie Instrumente aus Markneukirchen. Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas und EU-Abgeordneter Peter Jahr (beide CDU), die die Präsentation besuchten, zeigten sich begeistert vom europäischen Geist der Schüler. "Wenn ich sehe, wie ihr euch für Europa einsetzt, wird mir um die Europäische Union in Zukunft nicht bange", sagte die 39-jährige Politikerin.

Die Schüler hingegen machen sich schon Sorgen um die europäische Einheit. In der Fragerunde an die Politiker hakten sie beim Thema Brexit und die Auswirkungen für sie nach. "Das erste ist natürlich das Visa für eine Reise auf die Insel", sagt Yvonne Magwas. Auch für Peter Jahr ist der Brexit mittlerweile ein leidiges Thema, auch weil hier die Alten für die Jungen entschieden hätten. "Die Mehrheit der jungen Briten wollen in der EU bleiben, haben sich aber am Votum nicht beteiligt und die alte Generation entscheiden lassen", sagt er und ruft die Schüler zu Beteiligung in Europa auf.

Der Politiker aus Burgstädt nimmt von der Stimmung der Schüler aber auch etwas mit nach Brüssel. "Für mich ist es ermutigend zu sehen, wie sich die junge Generation für ein offenes Europa einsetzt und ich sehe, dass sie in grenzübergreifenden Aktionen den europäischen Gedanken leben", sagt er.

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