Straße in Oelsnitz dicht: "Es ist uns ernst"

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Der Ortstermin zum Letzten Heller in Oelsnitz fiel in den Schnee. Eine Sperrung würde auch Baupläne der B 92 durchkreuzen.

Oelsnitz.

Hat die Stadt Oelsnitz mit der angekündigten Sperrung des Letzten Heller eine Nebelkerze gezündet, um die Straßenbaubehörde unter Druck zu setzen? Nein, reagiert Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank auf solche Vermutungen von Lesern energisch. "Es ist uns ernst. Die Straße wurde ja auch von Baufahrzeugen befahren. Dafür ist sie nicht ausgelegt. Es geht nicht mehr so weiter." Der Ortstermin mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), auf dem über die Finanzierung der Straßenbauarbeiten gesprochen werden sollte, fiel aber am 8. Februar buchstäblich in den Schnee. Er soll nachgeholt werden, sobald es das Wetter wieder zulässt.

Bis dahin hält sich das Lasuv bedeckt. Behördensprecherin Rosalie Stephan bat am Donnerstag auf "Freie Presse"-Nachfrage um Verständnis, sich erst nach dem Termin äußern zu wollen. Unter Experten gilt es als unwahrscheinlich, dass sich das Lasuv am Bezahlen von Arbeiten am Letzten Heller beteiligt. Straßenbaulastträger ist die Stadt, als offizielle Umleitung ist der Letzte Heller auch nicht ausgewiesen.

Eine Sperrung des Letzten Heller für den Durchgangsverkehr würde nicht nur weite Wege für die Bewohner des Wohngebiets Ährenfeld, Firmen und Friedhofsbesucher bedeuten, sondern auch mit Plänen des Lasuv für die B 92/Egerstraße kollidieren. Sie sehen vor, dass voraussichtlich vom 5. April bis 15. Mai und vom 4. bis 30. Oktober die Durchfahrt stadtauswärts über Letzten Heller, durch die Baustelle Richtung Görnitzer Weg ermöglicht wird. Diese Öffnung wurde nach "Freie Presse"-Informationen von einer Anliegerfirma gerichtlich erstritten.

Ulrich Lupart, Chef der AfD-Ratsfraktion, greift OB Mario Horn (CDU) scharf an. Je länger Horn im Amt bleibe, desto teurer werde es für die Stadt, ätzt Lupart und forderte den OB auf, für Montag den Ältestenrat einzuberufen. Die Fraktion halte Horn für überfordert, mit Bausachen vorausschauend umzugehen. Der OB habe "verpennt, vorher Nägel mit Köpfen zu machen": Vor Beginn des B 92-Baus hätte eine Kostenbeteiligung des Lasuv für den Letzten Heller schriftlich festgelegt werden müssen, so Lupart.

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    0
    Radfahrer
    16.02.2021

    Die Straßen Heller und unterer Görnitzer sind so schlecht, dass eine Grünphase nicht ausreicht um durchzufahren.