"Von Beethoven bis Boogie" - Erfrischendes zum Frauentag

Die Obervogtländischen Musiker um Sebastian Wildgrube haben am Freitagabend mit dem Chor und dem Konzertmeisterquartett der Chursächsischen Philharmonie die Frauen hochleben lassen. Warum das Konzert-Projekt so beliebt ist.

Bad Elster.

Applaus, Applaus der Frauenwelt, hieß es am Freitagabend im ausverkauften König-Albert-Theater Bad Elster. Ein volles Haus und beste Stimmung bei dem musikalischen Projekt "Von Beethoven bis Boogie" der Brezel Brass-Band in Bad Elster. Initiator Sebastian Wildgrube und seine jungen Musiker verneigten sich mit dem Konzert zum Internationalen Frauentag vor der Damenwelt. Ihr Geschenk: Ein bunt gemischtes Programm voller zeitgenössischer Hits und Melodien aus der Klassik, denen ein interessantes und besonderes musikalisches Gewand angelegt wurde.

Bekannte Lieder von Reinhard Mey (Über den Wolken), Udo Lindenberg (Ich mach' mein Ding), Udo Jürgens (Griechischer Wein), Sportfreunde Stiller (Applaus Applaus) sowie Werke von Beethoven und Wagner wurden alle in einen Topf gepackt und einmal kräftig umgerührt. Serviert wurde somit eine genreübergreifende Show, die zeigte, wie gut Musik auf unterschiedliche Weise funktionieren kann. Wenn sie dann auch noch mit einem leidenschaftlichen Wahnsinn, voller Enthusiasmus und Humor vorgetragen wird, ist Unterhaltung pur garantiert.

Die Brezel Brass-Musiker, wurden dabei vom Chor und dem Konzertmeisterquartett der Chursächsischen Philharmonie unterstützt. Die Zusammensetzung, die widersprüchlicher kaum sein kann, verlieh den ausgewählten Songs aber einen besonderen Klangteppich - dank der ausgefeilten Arrangements von Sebastian Wildgrube. Da machten Rock- und Popklassiker wie "We Will Rock You" (Queen) oder "Sex Bomb" (Tom Jones) sogar der vorwiegend älteren Generation in den Sitzreihen Spaß. Alles verschmolz am Freitagabend zu einem musikalischen Leckerbissen, der sich hören lassen konnte. Zumal auch Gesangs-Solisten wie Sabrina Rammler oder Matthias Honig dem Programm stimmlich eine gute Note verpassten. Diese besondere Kombination kommt seit vier Jahren immer wieder gut an.

Seit 2015 gibt es das Konzert-Projekt, das Sebastian Wildgrube aus der Taufe gehoben hat. Anfangs ging die Show in der Kunstwandelhalle über die Bühne. Das Interesse an dem Projekt war frühzeitig so groß, das Brezel Brass, Chor und Streicher-Solisten für ihre Auftritte ins König-Albert-Theater umsiedelten. Das auch künftig das Interesse groß bleibt, dafür gilt es schon jetzt die Weichen zu stellen. Denn insbesondere für den Chor, den Wildgrube seit fünf Jahren leitet, soll mehr Nachwuchs generiert werden. Ziel sei es, Stück für Stück den Altersdurchschnitt zu senken und den Chor für jüngere Leute attraktiv zu machen. "Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren auch immer mehr zeitgenössische Lieder ins Repertoire aufgenommen", so der Musiker. "Wenn die älteren Sängerinnen und Sänger irgendwann nicht mehr dabei sein können, möchte ich den Chor soweit verjüngt haben, das man mit ihm weiter arbeiten kann", wünscht sich Sebastian Wildgrube.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...