Wofür Bad Brambach nächstes Jahr Geld ausgeben will

Die Errichtung einer Bauhofhalle soll vorgezogen werden. Ein anderes Problem wird dagegen 2020 nicht zu lösen sein.

Bad Brambach.

Die Gemeinde Bad Brambach will früher als geplant eine Halle für den Bauhof errichten. Nach positivem Votum des Landratsamtes soll der bisher ab 2021 geplante Bau vorgezogen werden. Dafür sind nächstes Jahr 75.000 Euro im Haushalt vorgesehen. Das war Tenor zur ersten Diskussion der Investitionen 2020 im Gemeinderat.

Für Zündstoff sorgte ein Dauerbrenner. "Die 20.000 Euro für die Mietwohnungssanierung bedeuten nicht anderes als weiter wie bisher", beäugte Andreas Zuber (Zukunft für Bad Brambach) kritisch die Zahl im Entwurf von Kämmerin Constanze Wünsche. "Eine Konzeption ist das nicht, es ist eine Notsache. Es muss ein Plan vom Rat her, es wurde ja schon viel diskutiert", spielte die Finanzfachfrau den Ball zurück. "Wir müssen wissen, was wir mit unseren Wohnungen wollen", betonte Zubers Fraktionskollege Mathias Otto. "Das werden wir für 2020 nicht hinkriegen. Aber für 2021 und die Folgejahre müssen wir reden", betonte Torsten Schnurre (FDP).

Die erste öffentliche Lesung des Haushalts ist im Januar, Eckpunkte des Etats stehen aber. Jeweils 50.000 Euro will die Gemeinde für die Sanierung des Eisstern-Gebäudes im Freibad sowie ein Ortsentwicklungskonzept/Klarstellungssatzung ausgeben - für beide Vorhaben sind Fördermittel nötig. Mit 20.000 Euro beginnt die Kommune die auf drei Jahre gestreckte Finanzierung eines neuen Multicars für den Bauhof. Für die Sanierung der Becken im Freibad sind 2020 für Planungen 26.000 vorgesehen, der Bau soll 2021 folgen. Das Klären von Grundstücksfragen - öffentliche Straßen, die bisher auf Privatgrund verlaufen - will sich der Kurort 30.000 Euro kosten lassen.

Entwarnung konnte die Kämmerin beim Stichwort Essensaufzug in der Kita Quellenzwerge geben, der bei Brandschutzkontrollen im Sommer als Gefahrenherd ausgemacht worden war. Die große, mehr als 30.000 Euro teure Lösung mit Abdichtrollos ist vom Tisch, es werde aber mehr Brandschutzmelder geben, sagte Wünsche auf Frage von FDP-Rat Schnurre. Investiert werden soll in Sonnenschutz in Kita und Schule, in der Schule im Lehrerzimmer und bei der Digitalisierung - 29.000 Euro für Letzteres sind zu 100 Prozent Zuschuss. Zudem erhält der Hort eine neue Küchenzeile.

Handlungsbedarf am Feuerwehrhaus Raun meldete Ronny Muck (Dorfgemeinschaft Raun-Gürth) an: In Nachbarschaft des Teiches sind die Mauern nass, Putz bröckelt. Das gehe über Instandhaltung hinaus, regte die Kämmerin ein eigenes Projekt an. Sie will zudem die Kommunalpauschale von 70.000 Euro nicht verplanen, sondern als Puffer belassen, falls sich Baumaßnahmen verteuern. Mehrere Großvorhaben (Konzept Rathaus/Mittelschule, neues Gerätehaus Feuerwehr, Brückenbau Oberreuther Straße) stehen ab 2022 im Finanzplan.

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