Atemberaubende Bilder einer unberührten Natur begeistern

Abenteurer Mario Goldstein war 2013 und 2014 für einige Monate in Kanada und Alaska unterwegs. Am Donnerstagabend ließ er erstmals die Vogtländer daran teilhaben.

Plauen.

Der Applaus wollte gar kein Ende nehmen. Das Publikum im voll besetzten Plauener Vogtland-Theater war von den eindrucksvollen Bildern aus der Wildnis emotional berührt. Mit seinem Abenteuer-Gen hatte es Mario Goldstein mal wieder geschafft, die Besucher in einer spannenden Reportage zu fesseln. Es war die Premiere von "Sehnsucht Wildnis". Die Fotos- und Filmsequenzen stammten von zwei Nordamerika-Reisen durch Kanada und Alaska. Mit dabei auch Goldsteins Ehefrau Ramona.

Auf einer riesigen Leinwand tauchten majestätische Eisberge vor Neufundland auf. Ein riesiger Wal winkte auf dem Ozean mit seiner Flosse. Die Blicke schweiften über schneebedeckte Berge und Gletscher, die sich ihren Weg durch die Schluchten bahnen. Der 45-Jährige tauchte in eine weitestgehend unberührte Natur ein. "In dieser Gegend ist es wahrscheinlicher, einen Bären zu treffen, als einen Einsiedler." Im Indianerland verfolgten Goldstein und seine Begleiter die Spuren von Wolf und Büffel. Der bekennende Vegetarier kostete vom Bärenfleisch und verfolgte eine Elchjagd. In der alten Goldgräberstadt Dawson City gab es ein Wiedersehen mit dem nach Kanada ausgereisten Holger Haustein. Am Donnerstagabend sorgte er mit seinem Bandprojekt "Driftwood Holly" auf der Theaterbühne für Stimmung. "Holly" ist inzwischen am Yukon zuhause. Silly-Basist Hans-Jürgen "Jäcki" Reznicek stand ihm zur Seite. Der bekannte Musiker ist unsterblich in die kanadische Wildnis verliebt.

Nach der Pause bestiegen die Abenteurer ein selbstgebautes Floß auf dem Yukon. Ziel war die Flussmündung zur Bäringsee. Über 3000 Kilometer ließ sich die Gruppe im Fluss der Zeit treiben. Glücksmomente waren die Entschädigung für viele kritische Situationen. In der dünn besiedelter Wildnis Nordamerikas ticken die Uhren etwas anders. Zu den eindrucksvollsten Momenten der Reportage gehören die Begegnungen mit den Aussteigern - darunter schräge Hippies und mit der Natur eins gewordene Einsiedler. Jenseits des westlich geprägten Lebensstils haben sie ihren Weg zum Glück gefunden.

Jenifer Blichmann war noch ganz angetan von den Eindrücken. Die junge Frau reiste aus Reichenbach an. "Es sind wirklich tolle Bilder, die jenseits des Massentourismus Lust auf Abenteuer machen." Manfred Lemke saß in der ersten Reihe. Der Geraer ist ein guter Bekannter Goldsteins. "Mario ist ein richtiger Abenteurer. Ich bin jedes Mal emotional dabei. Mit 66 Jahren kann man sich immer noch inspirieren lassen." Annett Linko war ebenso begeistert. Die Plauenerin ist eine Arbeitskollegin von Ramona Goldstein. "Das ist schon verrückt. Man könnte echt neidisch werden. Aber ehrlich gesagt, bin ich nicht so risikofreudig."

Während des Beifalls gab der Weltenbummler seiner Liebsten ein Küsschen auf der Bühne. Noch eine ganze Weile war der Stand des Abenteurer-Teams im Foyer des Theaters umlagert. Tags darauf ist Goldstein schon wieder zu einem Vortrag in Richtung Bodensee unterwegs.

Für die Reportagen "Sehnsucht Wildnis" am 6. Februar (15 Uhr) im Kürbitzer Vereinshaus "Goldner Löwe" (Ruf 0159 02231110) sowie am 11. März (19.30 Uhr) in der Kapelle Neuensalz (Ruf 03741 413290) sind noch einige Karten erhältlich.

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