BMX-Fahrer wollen großes Rad drehen

BMX-Freestyle wird 2020 in Tokio erstmals olympisch. Plauen könnte von der Aufmerksamkeit profitieren und den Skater- und BMX-Park an der Elster als Talentstützpunkt fit machen.

Plauen.

Quietschende Reifen und atemberaubende Sprünge - vor wenigen Tagen hat der Plauener André Schäfer beim nationalen BMX-Contest im thüringischen Mühlhausen mal wieder gestaunt, zu welchen Kunststücken auf dem Rad manch einer fähig ist. Schäfer ist Chef des Plauener Vereins 2plus4macht1, der sein Domizil in der Elsteraue hat. Außerdem sitzt er als beratender Bürger für die CDU-Fraktion im Kultur- und Sportausschuss des Stadtrates. Auf deren Antrag hin diskutierte das Gremium jetzt, wie Plauen mit dem Pfund des BMX- und Skaterparks besser wuchern könnte.

Schäfer schilderte, dass bei dem Freestyle-Wettbewerb auch sechs Mitglieder seines Vereins angetreten waren, aber keinen Preis gewannen: "Das funktioniert nur, wenn tägliches Üben möglich ist." Und das ist momentan der Haken in Plauen: Für das Wintertraining oder Regentage fehlt es an einer Halle. Sportbürgermeister Steffen Zenner (CDU) verkündete überraschend: "Wir können eine anbieten." Diese will man sich mit Vertretern des Vereins und des Kreissportbundes ansehen. Zenner betonte, dass die Stadtverwaltung hinter der Idee des Vereins stehe, Talentstützpunkt zu werden. Den Antrag dafür muss der Verein bis September 2020 beim sächsischen Radfahrer-Bund stellen. Schäfer denkt sogar noch weiter: Wird Plauen Talentstützpunkt, sei eine Qualifizierung zum Landes- oder gar Olympiastützpunkt möglich. Was dafür zu leisten ist, könne derzeit aber noch nicht gesagt werden.

Stadtrat Ingo Eckardt setzte sich dafür ein, dass die Stadt den Verein fördert: "Wir könnten da ein Vorreiter sein." Zunächst soll es in der Elsteraue neue Halfpipe-Beton-Elemente geben. Kosten: 23.000 Euro. Vielleicht wird auch ein Hallen-Neubau noch Realität, hofft Schäfer. "Die Halle jetzt sollte keine endgültige Lösung sein", sagte er. Der Verein hat Schäfer zufolge derzeit rund 70 Mitglieder. 40 Prozent sind Kinder unter zwölf Jahren. Außerdem ziehe der BMX- und Skaterpark viel überregionales Publikum an, auch aus Franken und Tschechien.


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