Clara-Wieck-Tage zum 200. Geburtstag

Das Vogtlandmuseum holt Robert Schumanns Gattin aus dem Schatten. Das Wunderkind lebte in der Jugend eine Zeit in Plauen.

Plauen.

Hätte sich der Plauener Museumspädagoge Uwe Fischer nicht am Schicksal Clara Wiecks als einer "Tochter der Stadt" festgebissen, wäre der 200. Geburtstag der Künstlerin womöglich an den Plauenern vorbeigegangen. Nun überraschen die Leute vom Vogtlandmuseum mit gleich zehn Clara-Wieck-Tagen im Frühherbst. Der Veranstaltungsreigen mit dem einprägsamen Namen "Alles Clara." findet vom 13. September, dem eigentlichen Geburtstag, bis zum 22. September statt. Bei dieser Gelegenheit soll die Gattin von Robert Schumann aus dem Schatten ihres Mannes ins Rampenlicht geholt werden - mit Klavierabenden, Kammermusikkonzerten, einer Lesung und einem wissenschaftlichen Symposium.

"Wir fanden es schade, dass wenig über Clara bekannt ist", begründet Museumsleiter Martin Salesch das Projekt, in dem viel Potenzial stecke. So könne er sich vorstellen, dass es künftig alle zwei Jahre Gedenktage zu Ehren der Pianistin und Komponistin gibt, sagt Salesch. Den Einwand, dass das Wunderkind gar nicht in Plauen geboren ist, lässt er zwar gelten, aber dennoch habe die Enkelin des Johanniskirchen-Kantors Tromlitz einige Zeit als Jugendliche in der Stadt gelebt, nachdem ihre Eltern sich getrennt hatten. "Es geht genau um diese Jahre", so Experte Uwe Fischer über den zu Beginn des 19. Jahrhunderts international gefeierten Star. Aber was genau erwartet das Publikum?


Der Ticketverkauf startet am 1. Juli. Bestellung unter Ruf 03741 291-2410.


Aus dem Veranstaltungsprogramm

Gedenkplakette: Die Tafel wird am 13. September, 17 Uhr, an der Johanniskirche enthüllt. Eintritt zum kleinen Konzert ist frei. Um 19.30 folgt ein Klavierabend im Festsaal des Museums (18 Euro, mit Imbiss).

Vorträge: Auch um die Tagebücher Clara Wiecks geht es beim Symposium am 14. September, 10 bis 16 Uhr (Festsaal, kostenlose Teilnahme).

Jugend musiziert: Am 15. September, 11 Uhr, Festsaal, freier Eintritt.

Auf den Spuren Claras: Angebot für Schulen, 16. bis 20. September, ab 8.30 Uhr, 3 Euro pro Teilnehmer.

Geheimes Flüstern: Kammermusik am 20. September, 19.30 Uhr, Festsaal (18 Euro, mit Imbiss).

Lauschkonzert: Das historische Hammerklavier, auf dem Clara Wieck gespielt haben soll, wird am 21. September, 19.30 Uhr, zum Einsatz kommen - im Nachbarraum des Festsaales (18 Euro, mit Imbiss).

Lesung: Der Roman "Das Mädchen am Klavier" steht am 22. September, 14.30 Uhr, auf dem Programm (Eintritt 5 Euro).

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