Corona-Infektion bremst Tanzwerkstatt aus

Teilnehmerin des XXIX. Greizer Theaterherbstes nach Probe positiv auf Sars-CoV-2 getestet

Greiz.

Nach einem freiwilligen Test ist eine Teilnehmerin der Tanz- und Performance-Werkstatt des XXIX. Greizer Theaterherbstes positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Die nicht im Landkreis Greiz lebende Mitspielerin ist zwar aktuell frei von Covid-19-Krankheitssymptomen, der positive Test hat dennoch weitreichende Folgen: Alle Proben als auch Aufführungen der Werkstatt "Wir werden erst sehen, wenn es nichts mehr zu sehen gibt" wurden abgesagt.

Sofort nach Bekanntwerden wurden die Gesundheitsämter in Greiz, Plauen und Gera informiert. Mitarbeiter der Behörden befragten die Werkstattteilnehmer zu möglichen Kontakten mit der Infizierten und stellten drei Mitspieler bis 14. September unter Quarantäne. Zu einem Kontakt mit anderen Mitwirkenden kann es einzig am Montag bei einer Probe gekommen sein, bei der - wie bei allen anderen Veranstaltungen des Theaterherbstes - Vorschriften der Infektionsschutz-Grundverordnung des Freistaates Thüringen eingehalten wurden. Die unter Quarantäne gestellten Personen werden auf eine Infektion getestet, teilt Vereinsvorstand Karsten Schaarschmidt mit.

"Für uns ist der Fall ein Warnschuss, wie schnell eine Ansteckung geschehen kann - und das sollte auch für alle anderen gelten", sagt Martin Heesch, Künstlerischer Leiter des Theaterherbstes. Wegen der Quarantäne könne die Werkstatt nicht fortgeführt werden. Leiter Cássio Diniz Santiago werde als Ersatz eine Soundinstallation in der alten Möbelfabrik, Rosa-Luxemburg-Straße 29, einrichten. Diese werde dann in der Festivalwoche vom 11. bis 20. September aufgeführt, so Heesch.

Die Werkstatt selbst soll im kommenden Jahr wiederholt werden. Auf andere Arbeiten habe der Fall zum Glück keine Auswirkungen. "Aber es ist Anlass für uns, noch genauer auf die Hygienevorschriften zu achten", so Heesch. (us)

www.theaterherbst.de

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