Ein Drittel schwimmt schlecht

Trotz Unterrichts haben viele Kinder Probleme

Plauen.

Ein Drittel der Plauener Grundschüler kann sich trotz obligatorischen Schwimmunterrichts in der 2. Klasse nicht über Wasser halten. Diese Antwort erhielt jetzt Stadträtin Uta Seidel (Die Linke) auf ihre Anfrage im Bildungs- und Sozialausschuss. Nochmals 33,3 Prozent der Kinder seien nur Halbschwimmer, allein ein Drittel der Schwimmschüler geht im Wasser nicht unter.

Darüber informierte Bürgermeister Steffen Zenner (CDU). Für ihn kämen drei Möglichkeiten als Grund infrage: "Es fehlt offenbar an den motorischen Fähigkeiten der Schüler", so Zenner, außerdem müssten die Eltern mehr in die Pflicht genommen werden. Am pädagogischen Konzept sei zudem zu zweifeln. "Es kann doch nicht sein, dass laut Lehrplan einmal pro Woche Schwimmunterricht stattfindet, da aber gar nichts hängen bleibt", wundert sich der Bürgermeister. Auch Wolfgang Schmidt, beratender Bürger der CDU, sieht die Pädagogen in der Pflicht - und die Eltern. Wie der berufene Einwohner sagte, habe er seinen Kindern selbst das Schwimmen beigebracht, sie hätten das schon frühzeitig gekonnt. Brisanz gewinnt die Debatte vor allem auch deshalb, da Plauen mit gleich drei Bädern eine exponierte Rolle in der Region einnimmt. Es existieren die Freibäder in Haselbrunn und Preißelpöhl sowie das Stadtbad an der Hofer Straße. Um welche Nationalität es sich bei den Nichtschwimmern handelt, darüber machte Zenner keine Angaben. Als ab 2015 vermehrt Flüchtlinge nach Plauen kamen, konnten davon auch viele Erwachsene, besonders aus dem arabischen Raum, nicht schwimmen. Sie erhielten Schwimmstunden. In Deutschland herrscht Medienberichten zufolge allgemein Mangel an Schwimmkompetenz. (sasch)

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