Elsterberg will Bau-Vorhaben bald stärker unterstützen

Ab 2020 prüft Stadtrat regelmäßig den Bedarf in den Ortsteilen

Elsterberg.

Jungen Familien ermöglichen, ein Eigenheim zu bauen, etwas gegen den Bevölkerungsschwund unternehmen und den ländlichen Raum attraktiver machen: Diese drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, war die Idee des Elsterberger Stadtratsmitglieds Sebastian Gläser (Alternative Heimatliste). Und zwar, indem ab 2020 zu Beginn jedes Kalenderjahres geprüft wird, ob Bauvorhaben wie neue Eigenheime, der Umbau von Scheunen zu Wohnhäusern oder auch die Errichtung von Garagen in den Ortsteilen anstehen. Jährlich sollen Bürgervertreter dann beraten, ob es Sinn macht, eine sogenannte Innen- oder Außenbereichssatzung für Gebiete außerhalb der Kernstadt auf den Weg zu bringen. Alle sechs Ortsvorsteher hatten dafür Gläsers Antrag unterschrieben.

Vorbild dafür war Coschütz: Elsterberg hatte sich fürs Aufstellen einer sogenannten Klarstellungs- und Ergänzungssatzung für den ganzen Ort entschieden. Die legt fest, wo noch etwas gebaut werden kann. Denn das war laut Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP) kostengünstiger, als für drei einzelne Grundstücke entsprechende Verfahren einzuleiten, um dort Baurecht herzustellen. So profitiere nebenbei auch ganz Coschütz, erklärte Bauroth.


Er gab aber zu bedenken, dass es nicht in jedem Ortsteil noch kommunale Grundstücke gebe - und dass es mehr Sinn mache, für einzelne Bauvorhaben Satzungen aufzustellen. Zudem müsse man langfristig pro Ortsteil etwa 20.000 Euro rechnen, wenn sie alle eine Innen- oder Außenbereichssatzung bekommen sollen. Das sei viel Geld.

Viele Bürgervertreter standen Gläsers Vorschlag positiv gegenüber: Joachim Baierl (CDU) fand den Grundgedanken gut. Wolfgang Haupt von der Alternativen Heimatliste (AHL) forderte, guten Willen zu zeigen. Der Ortsvorsteher von Kleingera, Rico Schneider, sprach sich ebenfalls dafür aus, als "reine Formalität" jedes Jahr abzuklopfen, ob es in den Ortsteilen Baubedarf gibt und Privaten das Bauen zu erleichtern. Auch Wolfgang Krumm (AHL) fand die Initiative zu gut, als dass sie im Sande verlaufen sollte, wie er sagte.

Mit großer Mehrheit stimmten die Stadtratsmitglieder schließlich für Gläsers Antrag. Nun wird jedes Jahr geprüft, in welchem Ortsteil welcher Baubedarf besteht, und über die Aufstellung der geforderten Satzungen beraten.

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