Kindesmissbrauch: Der Mann im Gebüsch

Mehrmals lauert ein 20-Jähriger Kindern auf und entblößt sich vor ihnen. Er ist Wiederholungstäter. Die Jugendrichterin lässt ihn einen Aufsatz schreiben und ordnet an, dass er zur Psychotherapie gehen muss. Hilft das?

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88 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    Malleo
    25.09.2020

    "Zu vielen Menschen ist es gleichgültig, was geschieht, solang es ihnen nicht selbst geschieht"
    W.H. Taft
    Gehört die Jugendrichterin auch zu "solchen " Menschen?

  • 1
    1
    RingsOfSaturn
    25.09.2020

    @Gebirger: Danke für die Antwort. Wenn ich sie richtig verstehe ist ihre Kritik vor allem, dass er nach Jugendstrafrecht und nicht nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt wurde?

  • 2
    0
    Gebirger
    24.09.2020

    Exhebitionismus im Erwachsenenalter vor Minderjährigen bedeutet im Erwachsenenstrafrecht Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr und ist eine Straftat. Bei unter 21-jährigen kann das Strafrecht gemildert bewertet werden.
    Viel Erfolg beim Aufsatz schreiben oder einer Therapie.

  • 7
    0
    Dickkopf100
    23.09.2020

    Mir drängt sich hier eher die Frage auf, was wichtiger ist: Täter- oder Opferschutz? Der Täter mag sein Verhalten ( vielleicht ) mit einem Lacher abtun, doch für ein Kind kann selbst so ein Erlebnis ein Trauma für's ganze Leben bedeuten. Über das Urteil mag ich daher lieber nicht diskutieren, das würde nichts bringen. Doch würde ich für den Täter eine eingehende psychologische Untersuchung fordern. Vielleicht lässt sich so auch klären, ob er in Zukunft eine eventuelle Gefahr für Kinder ist oder nicht. Denn mit dem Erkennen der Motivation lässt sich oftmals schlimmeres verhindern. Doch bis dahin würde ich ihn erst mal in die Psychiatrie einweisen, sicher ist sicher...

  • 7
    2
    RingsOfSaturn
    23.09.2020

    @Malleo: woher der Unmut? Ich begreife das hier als Plattform zum Meinungsaustausch.

    Falls sie meine Meinung wirklich interessiert: ich finde den Erziehungsansatz des Jugendstrafrechts eigentlich sinnvoll, denn so junge Straftäter werden der Gesellschaft noch viele Jahre erhalten bleiben.

    Zu "verhindern, dass er weitere Kinder belästigt" ist in meinen Augen zielführend.

    Die Einschätzung der Richterin "Ihm Arbeitsstunden zu geben, würde an seinem Verhalten nichts ändern, so die These der Jugendrichterin: "Das bringt nichts auf lange Sicht." " leuchtet mir ein.

    Ob die angeordneten Maßnahmen Wirkung zeigen werden, kann ich allerdings nicht einschätzen und weis auch nicht, ob die möglichen Mittel ausgeschöpft wurden.

    Alles in allem stehe ich dem im Jugendstrafrecht oft milde anmutenden Strafmaß trotzdem ambivalent gegenüber.

  • 4
    9
    Malleo
    23.09.2020

    Rings
    Dann schreiben Sie nichts, wenn Sie selbst keine Vorschläge haben!

  • 8
    5
    RingsOfSaturn
    23.09.2020

    @Gebirger: welches Urteil fänden sie denn geeignet, wenn das Ziel ist, dass der Täter in Zukunft keine Delikte begeht?

    Nur damit mir das nicht angedichtet wird: ich finde seine Taten widerlich, möchte nichts relativieren und den Täter nicht in Schutz nehmen.

  • 27
    5
    Gebirger
    22.09.2020

    Sollte der Verdächtige irgendwann ein Kind missbrauchen, rate ich Frau Stange die Strafe auf 3 Aufsätze a 8 Seiten zu erhöhen.
    Unglaublich.