Letzter Gottesdienst in Ebersgrün am Ostermontag

Für die Kirchgemeinde und den Förderverein Kreuzkirche Ebersgrün ist das eine frohe Osterbotschaft: Endlich ist der lang ersehnte Förderbescheid da, die Schwammsanierung im Gotteshaus beginnt. Dabei gilt es, einige Herausforderungen zu meistern.

Ebersgrün.

So einige Instandsetzungsarbeiten gab es in den vergangenen 25 Jahren bereits in der Kreuzkirche Ebersgrün, auch das Dach wurde erneuert. Doch er wurde erst vor knapp drei Jahren von einem beauftragten Zimmerer entdeckt: der "Echte Hausschwamm", der sich durchs Holz frisst. Er hat sich über die Jahre im Dachstuhl ausgebreitet. Fachmännische Untersuchungen belegten dies. "Wenn wir jetzt nicht handeln, ist die Kirche in ihrem Bestand gefährdet", hatte Pfarrer Frank Pierel 2016 gesagt. Jetzt endlich beginnen die Sanierungsarbeiten.

In Ebersgrün wurde in der Zwischenzeit dennoch viel getan. Als Erstes gründete man den Förderverein Kreuzkirche Ebersgrün. Er zählt heute 27 Mitglieder und wird von Brigitte Perthel geführt. Denn Geld musste beschafft werden, um das Ganze finanzieren zu können. Es wurde ein Förderantrag gestellt, um Unterstützung aus dem Leader-Programm zu erhalten. Das klappte zunächst nicht, die Ebersgrüner wurden vertröstet. Doch jetzt endlich kam der positive Bescheid über 100.000 Euro Förderung. Auch die Landeskirche hilft finanziell. Allerdings sind die Baupreise in der Zwischenzeit kräftig gestiegen. Die veranschlagten Kosten haben sich auf 280.000 Euro erhöht. Innen in der Kirche und außen werden Gerüste aufgebaut. "Die komplette Decke muss runter", weiß Frank Pierel. "Der Putz muss freigelegt werden, um die Balken austauschen zu können." Teilweise muss außen das Dach entfernt werden, um sanieren zu können. Neue Schiefer der altdeutschen Deckung müssen gekauft werden. "Das Dach senkt sich bereits", zeigt der Pfarrer von außen auf etliche Stellen. Und: "Die Bestellzeit für die Schiefer liegt bei einem halben Jahr", sagt der Pfarrer. Es betrifft etwa ein Zehntel des Daches. Einige Elektroarbeiten werden gleich mit erledigt, der Hauptteil aber betrifft Zimmererarbeiten. Vieles wird in Eigenleistung erledigt werden. Beispielsweise muss Baufreiheit geschaffen werden, deshalb wird die Orgel bis zum Sockel abgebaut. Der entstehende Baustaub würde dem Instrument einfach zu sehr schaden.


Viele im Ort helfen mit. "Die Ebersgrüner interessieren sich für ihre Kirche", so Pierel. Unermüdlich organisiert der Förderverein Aktionen und Veranstaltungen, um die Kirchensanierung zu unterstützen. Das war bereits in den vergangenen Jahren so und wird auch auch dieses Jahr so sein. Nur Konzerte können jetzt nicht mehr stattfinden, weil die Kirche nicht genutzt werden kann. Die Kirchgemeinde wird einen Fahrdienst anbieten für alle, die den Gottesdienst in Pausa besuchen wollen. "Das organisiere ich", sagt Heike Penzel, Kirchenvorstand und Vereinsmitglied. Interessierte können sich bei ihr melden. Auch die Konfirmation wird zu einem Extra-Termin für die Ebersgrüner in Pausa vollzogen. Der letzte Gottesdienst in der Ebersgrüner Kreuzkirche ist am Ostermontag. "Am Dienstag wird bereits ausgeräumt", blickt Pierel voraus. Noch dieses Jahr soll die Kirche wieder eingeweiht werden.

Heute findet 19.30 Uhr eine Andacht in der Kirche statt. Das Osterlicht wird im Anschluss zum Feuerwehrhaus getragen und ein Osterfeuer entzündet. Es gibt Gegrilltes, Eierlikör und für Kinder ein Osterkörbchen.

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